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Natürlich wurde in den Ferien auch trainiert. Wann sonst ist man entspannt genug, um wirklich ehrlich zu Shapen, ohne den Hund zu drängen? Gerade einen Hund wie Habca, die sich nach zwei Versuchen gern hinlegt und kläfft: Heeelf mir doch!

Einerseits wollte ich also, mit Clicker in der Hand und getrockneten klitzekleinen Rinderherzstückchen in der Tasche, Habcas Fantasie anregen, sie entdecken lassen, dass sie selbst tausend Dinge tun und erfinden kann, um Leckerlis zu kriegen oder andere Ziele zu erreichen.


Dazu braucht man (hund) natürlich Körperbewusstsein – welcher ungeübte Hund kommt auf die Idee, man könnte auch mal einen Hinterfuß hochheben und gucken ob das was bringt? Eine Art „Feldenkrais für Hunde“ sollte das sein: Bewegungen ausprobieren, erfinden, fühlen.


Nun habe ich ja vor einiger Zeit beschlossen, mit Habca wieder Agility zu trainieren. Aber so langsam und systematisch, dass es für sie richtig ist.

Also nicht ein bisschen rumrennen und über Hindernisse hüpfen (das kann sie), sondern vor allem Führtechniken, Konzentration, saubere Bewegungen, Verständnis für das was hier abgeht (ohne Verständnis geht bei ihr nichts, und schnell sagt sie: zweimal über dieselbe Hürde ist genug, ich bin doch nicht bekloppt, hol Dir einen Border Collie!)

Ich will ihr weniger befehlen, ein Hindernis zu nehmen, als sie jedes Hindernis in Ruhe wirklich kennenlernen lassen, sie erkunden lassen, was sie damit anstellen kann und will.

Aber vor allem will ich über die Zeit zwischen den Hindernissen lernen.

Da ich das Gefühl habe, dass das alles etwas ist, was nur Habca und mich angeht, was auch nur ich für sie in einer Weise anleiten kann, die sie fröhlich und entspannt trainieren lässt, machen wir das alleine, nicht in einem Kurs – und in den Ferien war endlich mehr Zeit dafür.

Hier auf den Bildern haben wir einen kleinen Hocker genommen, und ganz in Ruhe probiert, was man mit diesem Hocker alles machen kann.

Alles ist erlaubt, es gibt kein richtig und falsch, Hauptsache, sie denkt sich etwas aus.

Später habe ich ihre Angebote dahin geformt, dass sie mit den Vorderbeinen auf dem Hocker stand.

Das trainiert und festigt die Muskulatur, ist eine Vorübungsmöglichkeit für ein sauberes Fuß und trainiert die „rear-end-awareness“, die für viele Hunde ein Problem ist: Das Wissen darum, ein Hinterteil, eine Hüfte, Hinterbeine zu haben, die man bewegen kann, und die man in der Bewegung berücksichtigen muss.

Mit den Vorderbeinen auf dem Hocker geht der Hund dann mit den Hinterbeinen einen Kreis um den Hocker. Das ist gar nicht so leicht!

Danke an F. für die schönen Bilder!

Showing 7 comments
  • Veronique, Dobby & Lynn

    cool! danke für den tollen bericht! :O)

  • Johannes

    Finden wir klasse wir ihr das macht! Die Übung mit dem Hocker ist derzeit eine der Hauptübungen bei Paris in der Physiotherapie. Wenn er oben steht, einmal das Leckerli von rechts ganz langsam, dann von links … und so belastet er schön beide Hinterhände … Und zu shapen bemühen wir uns auch immer mehr. Beide reagieren ganz ähnlich wie Habca, was das „Dann hol dir einen Border“ betrifft, vollstes Verständnis :-)
    herzlichst Paris und Bel Ami

  • Christina

    ich bin doch nicht bekloppt, hol Dir einen Border Collie!

    Also bitte! Wenn das der Knox liest… der bekommt doch noch einen Tick mehr ;-)

  • Miriam und Habca

    Oh, kann der Knox lesen?? ;-)

    rotzfrech, Habca

  • Christina

    Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

  • Christina

    Klar kann der lesen!
    Der kann sogar das Schild an Habcas Hintern lesen: „Wenn sie diese Zeilen lesen können, bekommen sie gleich eins auf die Mütze!“

  • Indigo

    Na supi…..tolle Ferien :-(
    das nächte Mal kommste mit Dixie zu mir in die Ferien meine Habci Maus
    da gibts dann nur Fun ( für uns )

    Bussi, duck und wech Indi

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