In Angst, Entspannungstraining, Erziehung und Lernen, Hundebegegnung, Hundeerziehung, Hundepsychologie, Hundeschule, Mehrhundehaltung, Spielen und Spielzeug, Stress, Tibetterrier, Welpenbilder

Ich habe hier ein Video für Euch, das entstanden ist, als Rike vier Tage bei uns war.

Rike hat Habca von Anfang an angespielt, und seit dem zweiten Tag geht Habca darauf ein. Habca spielt mit wenigen Hunden, überwiegend mit welchen, die kleiner sind als sie, und gerne wild. Sie gehört auch zu den Hunden, die im Spielknurren, so dass es für Außenstehende manchmal arg wild aussieht. Am liebsten mag sie Raufspiele. 

In diesem Video gefällt mir

  • dass Rike als die Kleinere einen sicheren Ort hat, an den sie sich auch ein paar Mal zurückzieht: sie passt noch unters Auto, Habca nicht.
  • dass es immer wieder kurze Pausen, teils mit Weggucken, gibt
  • dass Rike zwar prozentual viel auf dem Boden liegt, aber Habca nicht nachsetzt, sondern Rike diejenige ist, die wieder neu ansetzt  

Bei 1:20 gebe ich Habca ihr Entspannungssignal „easy“, da mir das Spiel doch etwas wild wird. Immerhin kennen sich die zwei an diesem Tag noch kaum, ich kenne die Kleine auch noch nicht gut. Mittlerweile weiß ich: man hätte es auch laufen lassen können. Aber muss ja nicht sein – bei wildem Spiel und wenn einer müde ist, gibt es eher Verletzte, und die Kleine soll weder Angst haben, noch sich sehr wildes Spielen angewöhnen.

Ich finde es immer wieder toll zu sehen, wie das konditionierte Entspannungssignal in wilden Momenten den Hund beruhigt, besser ansprechbar macht. Es ist für alle Beteiligten zum Beispiel so viel schöner, als wenn ich das Spiel „verbieten“ würde! Man spricht die Selbstberuhigungsfähigkeit des Hundes an, er kann sich selbst runterregulieren – und das ist letztlich auch fürs Welpchen doch die wichtigste Lektion.