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Meine Habca wird heute elf Jahre alt.

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Leider geht es ihr im Moment nicht so gut – wovon ich ein anderes Mal schreiben will. Obwohl ich Geburtstage nicht sonderlich mag, seit ich erwachsen bin, fand ich Habcas Geburtstag immer schön. Dieses Jahr ist es ein bisschen schwierig, aber es soll trotzdem schön sein… Wisst ihr was ich meine?

Dass Habca elf wird heißt, dass wir elf Jahre zusammen sind. Ich habe kaum einen Freund, der mich so lange kennt. Ich glaube, es gibt keinen Menschen, mit dem ich mehr Zeit verbringe als mit Habca. Das, was ich bin, bin ich mit ihr, durch sie geworden…

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Ich mag den Gedanken, dass auch Nomi auf irgendeine Art noch über sie wacht, von da, wo sie jetzt ist. Und über mich.

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Es ist zauberhaft, sich so gut zu kennen. Und es macht sehr, sehr verletzlich.

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Habe ich Euch die Geschichte der Tibetterrier schon einmal erzählt?

Seit zwei Jahrtausenden leben diese zottigen Hunde mit dem dichten Ponyhaar, das ihnen über die Augen fällt, an der Seite ihrer Menschen. Sie klettern mit ihnen die Himalayapfade hinauf, sie leben in den Klöstern, sie achten auf Vieh und Besitz und schauen von den hohen Bergen in die Ferne hinab.

Nach einem gewaltigen Erdbeben, so erzählt man, sei das Tal der Hunde durch Geröll und herabfallende Felsbrocken eingeschlossen worden. Nur ein einziger schmaler Karawanenweg führte noch zu den Behausungen der Menschen mit ihren Hunden, aber er war schwer zu finden, und er war gefährlich, allzu leicht löste sich ein Stein unter dem unachtsamen Fuß, allzu leicht verlor der Ortsunkundige das, was von einem Weg noch übrig war. Das Tal heißt seitdem Shangri-La: Das Verlorene Tal.

Wer seine Besuche, seine Tauschgeschäfte, seine Erledigungen im Tal gemacht hatte, der musste noch zurückfinden, hinaus in die Welt finden, der musste es wagen, den Rückweg anzutreten, und er musste seine Füße vorsichtig setzen, aber fest, nicht allzu zögerlich. Er musste daran glauben, aus dem Verlorenen Tal herausfinden zu können, zu seiner Familie, seinem Haus, seinen Vorhaben.

Wer Glück hatte, dem reichte einer der Gastgeber zum Abschied ein Fellbündel, ein lockiges, zottiges, vielleicht ein wenig filziges Hündchen. Mit diesem Hund an seiner Seite hatte der Reisende nichts zu befürchten. Diese Hunde kennen das Gebirge, sie wissen, wie sie ihre dicken Pfoten mit dem Pelz zwischen den Zehen setzen müssen. Sie fürchten die Berge nicht, sie laufen voraus und bellen fröhlich. Sie tragen ihre Rute stolz über den Rücken gekringelt, die großen braunen Augen sind unter dem Kopfhaar fast verborgen. Es sind die tibetischen Glückshunde.

Niemand kann einen solchen Glückshund kaufen. Der Hund muss dich finden.

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Mein Hund hat mich aus meinem persönlichen Verlorenen Tal hinaus begleitet.

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Habcas zweiter Geburtstag (2007)

Habcas dritter Geburtstag (2008)

Habcas vierter Geburtstag  (2009)

Bilder vom 5. und 6. Geburtstag

Habcas siebter Geburtstag (2012)

Habcas neunter Geburtstag (2014)

Habcas zehnter Geburtstag (2015)

 

 

Comments
  • Socke-nHalterin

    Wir gratulieren Habca zum Ehrentag und hoffen, dass es ihr bald wieder besser geht. Die Geschichte der Tibet Terrier berührt mich immer wieder sehr und ich bin dankbar eine so tollen Hund an meiner Seite zu haben. Ich weiß genau, was Du meinst, wenn Du so liebe voll über Habca schreibst.

    Alle guten Wünsche und viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

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