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Heute ist wirklich ein heißer Tag, oder? Und morgen soll es ja noch heißer werden. Da macht man sich als Hundehalter schon Gedanken, wie man dem Hund helfen kann, und was man ihm zumuten kann.

Unser Produkttest für eine Kühlmatte ist schon eine Weile her, wird aber immer noch gern gelesen. Daher will ich das mal updaten, und Euch erzählen, was wir bei Hitze so machen.

Erstmal reagieren Hunde natürlich unterschiedlich auf Hitze – wie Menschen auch. Senioren, Welpen, Angeschlagene und Kranke, insbesondere was das Herz- Kreislaufsystem betrifft,  sollen sich mehr schonen als junge, gesunde Hunde im besten Alter. Aber auch unter denen gibt es welche, denen es relativ schnell einfach zu warm ist. Ja, auch wenn sie aus dem Süden kommen! Schaut Euch an, wie Euer Hund sich unbeeinflusst verhält, und unterstützt das. Schaut Euch das Fell und den Körperbau Eures Hundes an: Habca zum Beispiel mit ihrem dicken doppel-lagigen Tibeterfell ist es schnell zu warm. Auf ihrem schwarzen Fell könnte ich ein Spiegel-Ei braten. Trotzdem dauert es lange, bis sie hechelt. Auch ihre Schlappohren kühlen sie weniger als Stehohren. Rike mit ihrem Miniatur-Schäferhund-Körper würde sich nicht von selber schonen, hechelt sehr früh und stark, das heißt aber auch: sie kühlt sich selbst ganz gut. 

Ab ca 30 Grad würde ich Hunde nicht mehr zu sportlicher Aktivität animieren. Das heißt, keine Sportkurse, kein Fahrradfahren (bitte! so oft sehe ich Hunde die in der Stadt bei über 30 Grad am Fahrrad hinterher gezerrt werden und sich nicht wehren können), kein Joggen, wildes Spielen mit Artgenossen kürzer halten. Hunde, die von selber nicht ihre Aktivität reduzieren, beobachtet ihr gut, achtet auf Atmung und Puls, und legt auf dem Spaziergang immer wieder Pausen ein, vor allem dann, wenn der Hund stark hechelt und/ oder sich von selbst zwischendurch hinlegt.

Aktivitäten könnt ihr auf die frühen Morgenstunden und den späteren Abend verlegen – wie die Südländer auch. Ein ruhigeres Leben an den heißen Tagen ist für die meisten Hunde völlig okay. Lasst sie sich zuhause ihren Liegeplatz aussuchen – viele gehen gern auf kühlere Fliesen. Wenn der Hund z.B. im Garten in der prallen Sonne liegt, würde ich ihn aber da weg holen.

 

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Wasser hilft super, vor allem an den Pfoten und am Bauch. Durch einen Bach waten oder sich ins Wasser reinlegen ist eine gute Idee. Vorsicht natürlich beim Schwimmen in unbekannten Gewässern, Vorsicht vor Infektionen, und: genau wie Menschen sollten auch stark erhitzte Hunde nicht in kaltes Wasser direkt reinspringen, sondern langsam runterkühlen.

Eis ist übrigens in der Regel zu kalt – das hilft Menschenfüßen und – handgelenken! Á apropos Eis: Meine Hunde dürfen Eisbecher ausschlecken oder kriegen sogar mal eine eigene halbe Kugel Vanille-Eis. Für Rike habe ich gerade ein Erdnussbutter-Banane-Kokos-Eis gemacht: einfach gleiche Teile Erdnussbutter und Kokosfett verrühren, zermatschte Banane dazu und in Silikonförmchen in den Kühlschrank. Da gibt es dann ab und zu eine Praline von.

 

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Kongs® mit allen möglichen Füllungen kann man auch einfrieren und zum Abkühlen schlecken lassen. Die Hauptmahlzeit des Hundes sollte natürlich trotzdem nicht kühlschrank-kalt sein. Es gibt auch kühlende Wassernäpfe, das könnte im Auto Sinn machen – zuhause wäre ich da skeptisch, ob es nicht zu kalt ist. 

Wenn man bei Hitze spazieren geht, kann man dem Hund ein Kühlhalstuch anziehen. Die werden zuhause angefeuchtet und halten die Kälte sehr lang. Ich habe seit Jahren das „Chill Out Ice Bandana- kühlendes Halstuch für Hunde“ und bin damit sehr zufrieden. Es ist nicht übermäßig kalt, was ich aber gerade gut finde. Ich bin deshalb skeptisch, was kühlende Geschirre oder sogar Mäntel angeht – das könnte doch schnell zu kalt werden, denke ich, vor allem am Rücken. Eine ganz einfache Methode ist, dem Hund ein dünnes nasses T-Shirt anzuziehen, das beim Verdunsten kühl wird. 

 

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Bei großer Hitze denkt daran, dass der heiße Asphalt die Pfoten Eures Hundes verbrennen kann. Das kann schlimme Verletzungen machen.

Eine Kühlmatte leistet zum Beispiel im Auto gute Dienste. Die von uns getestet Kühlmatte (s.o.) hat mit Wasser funktioniert, mittlerweile reagieren die meisten auf den Druck des Körpergewichtes, und werden dadurch kalt. Das ist eine viel sauberere Angelegenheit und wirklich praktisch. Wie bei allen Hilfsmitteln: zeigt das Ding Eurem Hund erstmal, lasst ihm die Wahl, ob er sich drauflegen mag oder nicht. Vielen hilft ein dünne Decke – nimmt aber natürlich auch ein bisschen von der Kälte. 

Nachdem wir so lange darauf gewartet haben, wollen wir uns aber nicht zu sehr beschweren, sondern den Sommer „gechillt“ genießen, oder? Habt eine gute Zeit!

 

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