In Clickern, Erziehung und Lernen, Hundeerziehung, Hundepsychologie, Hundeschule

Heute, am zweiten Tag der BHV-Frühjahrsweiterbildung, habe ich am Seminar „Feinheiten der Belohnung“ von Viviane Theby teilgenommen. Ich weiß nicht ob es am Sonntagvormittag lag und wir alle etwas müde waren, oder dass es am zweiten Seminartag immer etwas schwieriger ist als am ersten, oder ob ich mich einfach wirklich schon so gut mit den Feinheiten in der Belohnung auskenne – jedenfalls war es heute ein wenig zäher als gestern. Eine Powerpoint- Keynote-Präsentation die all diese wichtigen Dinge nochmal aufzählte: Positive Verstärkung, Negativ Verstärkung, Belohnungspunkt, Timing, primäre, sekundäre und tertiäre Verstärker, intermediäre Brücke… ich glaube nachdem ich das für meine Hundepsychologie-Prüfung gelernt hatte könnte ich das jetzt im Schlaf rauf- und runterbeten… ;-) Der Witz liegt hier natürlich in der Umsetzung, und um die ging es heute nur anekdotenhaft. Um gut zu mit Belohnung zu arbeiten muss man nämlich verdammt schnell sein. Und schnell entscheiden wie man reagiert. Das ist schon interessant und herausfordernd. Und bei neuen Kunden habe ich immer wieder das erlebnis das viele Menschen wenig über Belohnung wissen. Schnell kommt eine unreflektierte Ablehnung von „Leckerchen“, eine Gleichsetzung von Leckerchen und „mit Belohnung arbeiten“ und ein unklares Verständnis von Belohnung als „irgendwie ständig füttern“. Das muss sich natürlich wirklich ändern.
Einige ehrgeizige Projekte wurden auch erwähnt, zum Beispiel ein Hund der durch die Gegend schaut und in die Richtung losläuft in die er geschaut hat als ein Pfeifensignal einsetzte, und dann solange geradeaus weiterläuft bis das Pfeifensignal aufhörte. Auf diese Weise kann man ihn überallhin dirigieren. Ein paar Spielchen für Grunderziehungskurse, ein paar Anwendungsideen für Targets – also es ist nicht so dass ich nichts mitgenommen hätte. ;-)

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