In Hundepsychologie, Hundeschule, Hundetraining, Konferenzen, Schipperke, Trainingsspezialist

… und diese Titulierung stammt nicht von mir: Mehr als 15.000 trainierte Tiere aus mehr als 150 Spezies allein im Rahmen seines Unternehmens „Animal Behaviour Enterprises“, und seit dessen Ende war er auch nicht faul, ist zudem Erfinder der „Chicken Camps“ für Hundetrainer:

Ich nehme dieses Wochenende an einem Seminar mit Bob Bailey teil, und bin sehr gespannt. (Einiges über ihn habe ich schon hier, in meiner Rezension des Buches „The Secret History of Kindness“, geschrieben, da findet ihr auch jede Menge Links).

Was mir heute, mit gepackten Taschen, besonders gut gefällt, ist sein Ansatz: „Don’t settle for good enough“. Ok, wenn es nur darum geht, ein bisschen Spaß mit dem Hund zu haben, muss man nicht alles so streng sehen – aber da, wo es darauf ankommt – und meines Erachtens sind das nicht nur die Diensthunde, sondern auch all die Familienhunde, die mit Aggression, Angst, unerwünschtem Verhalten kämpfen, und denen es deswegen nicht gut geht, und ihren Menschen auch nicht – da ist „reicht so gerade“ eben nicht gut genug. Da soll es zügig, effizient, tierschonend zum Erfolg kommen. In einem Artikel über Bailey heißt es:

„So what distinguishes a great trainer from a good trainer or a so-so trainer? A great trainer knows how to get the behavior as quickly as possible and as accurately as possible with the least chances of extinction. The best trainers focus on building behaviors, building the desired habits, not suppressing the behaviors that we don’t want.“

Gerade in Zeiten, in denen die Gewalt gegen Hunde im ganz normalen Haustiertraining wieder zuzunehmen scheint, finde ich es zudem unheimlich beruhigend und Hoffnung machend, dass ein Trainer mit so viel Erfahrung im Tiertraining niemals auf Strafe, Erschrecken und Einschüchterung zurückgreift. Und das nichtmals (oder nicht in erster Linie?) aus moralischen Überlegungen, sondern weil Training ohne Strafe effizienter ist.

Ich bin also gespannt, was das Wochenende bringt, freue mich darauf, eine ganze Reihe netter Kollegen wieder zu sehen, und werde Euch berichten!

Wollt ihr mal sehen, wie solches Training aussieht, wenn Profis das machen?

Im Frühjahr diesen Jahres habe ich mit Rike an einem richtig coolen Seminar teilgenommen – und ihr könnt Euch das ganze jetzt ansehen:

Die Bob Bailey-Schülerin Viviane Theby hat Rike (und ein paar andere Hunde) trainiert, und die TOP-Trainerin und Erfinderin des Trainingsspezialisten Katja Frey, hat währenddessen kommentiert, was Viviane tut und denkt. Das Ganze nennt sich „Der Gläserne Trainer“, und ihr könnt die Aufzeichnung hier kaufen und anschauen. Übrigens sieht man da auch ganz viel expressive Miriam-Mimik, wenn Rikchen zu lange nichts zu essen kriegt!

Sie hat an zwei Verhalten gearbeitet: sich an Rücken und Hüfte anfassen lassen (Medical Training), und einen Gegenstand in die Hand abgeben. Die anderen Hunde hatten andere Verhalten, Leinenführigkeit war dabei, nicht vom Tisch klauen (mit einem Irischen Wolfshund, der fand, dass der Tisch in einer prima Höhe zum Essen ist), eine komplizierte Dog Dancing- Sache, und noch einiges mehr).

Es ist die einzige mir bekannte Gelegenheit, einem derart guten und erfahrenen Trainer in Echtzeit beim Training nicht nur zuzuschauen, sondern das Ganze kommentiert zu kriegen. Und das sage ich, ohne Geld dafür zu kriegen. ;-)  Und außerdem ist es natürlich auch eine ganz großartige Rike-Show.

Viviane Theby und Rike spielen Tierarzt, Foto: Verena Schüler

 

 

 

 

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