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Teil 1: Einen Moment innehalten

Teil 2: Online-Angebote im Hundetraining: Beispiele und Möglichkeiten

Teil 3: Mit mir online arbeiten: wie kann das aussehen? – erscheint am Montag

 

 

Online-Angebote im Hundetraining: Beispiele und Möglichkeiten

Es ist ja nicht neu, online zu lernen, sei es Stricken oder eine Fremdsprache oder eben, wie man Hunde trainiert. Angebote dazu gibt es seit Jahren, gute und schlechte, seriöse und unseriöse, wie im Offline-Leben auch. Auch ich berate seit zwei Jahren online, und bin sehr zufrieden damit. (Mehr dazu, wie ich es mache, und wie ihr mit mir online trainieren könnt, im nächsten Post).

Neu ist, dass Trainer*innen und Hundehalter*innen in die Online-Beratung „gezwungen“ werden, weil sie sich nicht treffen dürfen. Das kann eine Riesen-Chance sein. Und das kann total schief gehen. Da es ja nun aber nicht anders geht, ist es vielleicht das klügste, es eben einfach mal auszuprobieren. Als Trainer*in genauso wie als Halter*in. Die Technik ist da, und sie ist wirklich unkompliziert. Die Angebote sind da. Aber wie und wo anfangen?

 

Wie und wo anfangen?

Es gibt auch online so etwas wie Vorträge, Vorlesungen: etwas, das man sich reinzieht, evtl. mitmacht, aber jeder still für sich zuhause. Man kriegt keine Rückmeldung. Aber Inspiration, jemanden der es vormacht. Ich nutze sowas zum Beispiel für: wie putzt man eigentlich richtig Fenster, was gibt es für lustige Hundetricks für zwei Hunde, wie funktioniert Milchaufschäumen. Am Ende stehe ich unter Umständen mit meinem verschmierten Fenster und meinem zusammenfallenden Milchschaum da: so what. Such ich mir ein anderes Tutorial oder trink die Milch so.

Ein guter Start hierfür ist natürlich Youtube.

Meine YouTube-Lieblings-Videos sammle ich nach Themen sortiert auf einem eigenen Kanal: https://www.youtube.com/user/MiriamHabca/. Mein am meisten gesehenes Video ist übrigens eine Einführung in Do as I Do, die ich schon 2012 online gestellt habe.

Hundetrainings-Kanäle, die ich mag, sind z.B.

… ihr merkt schon: es sind Trainer, die ich auch sonst schätze. Wenn ihr ein Lieblings-Hunde-Buch habt, schaut mal nach, die Wahrscheinlichkeit, dass die Autorin auch einen YouTube-Kanal hat, ist relativ hoch. Und wenn ihr einen Startpunkt gefunden habt, schaut von da, was dem gefällt.

YouTube- und vergleichbare Angebote sind kostenlos. Manche Trainer versuchen davon zu leben und bitten um Spenden. Vergleichbar sind Blogs mit Trainings-Anleitungen und Podcasts.

Online-Kurse und Webinare

Dann gibt es Online-Kurse, in der Regel zu einzelnen Themen („der Rückruf“, „Leinenführigkeit“, usw.). Meistens kosten sie Geld, oft bekommt man ein Kapitel oder einen Mini-Kurs, wenn man seine Email-Adresse hinterlässt. Sie kosten auf der Ersteller-Seite auch einiges an Arbeit.

Ein großer Unterschied ist meines Erachtens, ob diese Kurse „begleitet“ stattfinden. Wenn nicht, sind sie einem Buch oder einem YouTube-Tutorial vergleichbar: Inspiration, Erfahrungen anderer, wenn was nicht so klappt wie vorgesehen, stehe ich am Ende trotzdem allein da. Wenn die Kurse begleitet sind, kann ich mich zum Beispiel bei Problemen an einen Trainer wenden. Oder, wie bei meinem Geschirr-Kurs: nach jedem Kapitel muss eine Hausaufgabe abgegeben werden, die schaut ein*e Trainer*in an, erst dann wird das nächste Kapitel frei geschaltet. Oder: es gibt wöchentliche Treffen, z.B. in Facebook-Gruppen. Oder es gibt eigene Foren.

Eine tolle Plattform für Webinare ist https://www.dog-ibox.com/de/ . Hier findet ihr zu fast jedem Thema ein Webinar, und ihr könnt euch darauf verlassen, dass es Qualität hat. Viele der Referent*innen kenne ich persönlich.

Das ist genauso der Fall bei https://tiertraining.tv , wo ihr aufgezeichnete Seminare findet, zu, Beispiel von Katja Frey, Viviane Theby und Ute Blaschke-Berthold.

Ebenfalls eine Plattform ist https://www.hey-fiffi.com/  . Alle Trainer, die hier veröffentlichen, sind Mitglied der Initiative „Trainieren statt Dominieren„, das heißt, auch hier könnt ihr euch auf Qualität und Gewaltfreiheit verlassen. Es funktioniert über eine Mitgliedschaft, und ihr könnt Fragen stellen und selbst Videos zur Beratung schicken. (https://www.hey-fiffi.com/so-gehts/)

Einzelne Anbieter

Richtig gute Online-Kurse mit intensiver Begleitung gibt es bei Claudia Hußmann, Hundeschule Mein Lieber Hund: https://www.mein-lieber-hund-online.de/mlh-online-angebote/  . Ganz ehrlich, so viel Wissen, so viele Trainingsanleitungen und so individuelle Hilfe erhaltet ihr in keiner Hundeschule vor Ort.

Sich online betreuen zu lassen, kann auch heißen, bewusst von den besten lernen zu wollen, egal, wo die wohnen. Im Agility-Bereich zum Beispiel wäre das Silvia Trkman in Slowenien. Meines Erachtens nicht unbedingt was für Agility-Anfänger, sondern für Leute, die eigene Ausrüstung haben und vor allem die gesundheitlichen Aspekte einschätzen können. Ihre Kurse findet ihr hier. Andere Agility-Angebote (und Hoopers) für Fortgeschrittene auf deutsch gibt es z.B. hier bei Dog-Coaches. Imke Niewöhner bietet gesundheits- und fitnessorientierte Online-Kurse an: http://sport.dog-in-motion.com/fern-training/ Als ich vor Jahren teilgenommen habe, war es technisch und menschlich etwas holprig, aber das kann sich geändert haben.

Auch Anja Jakob bietet schon lange Online-Kurse an, und gehörte meines Wissens zu den Ersten, die das systematisch und professionell gemacht haben. Ich kenne sie noch aus meiner Frankfurter Zeit. Sie ist die Ansprechpartnerin zu den Themen Longieren, Treibball, Tricks und Spaß. Ihre Kurse findet ihr hier: https://www.anjajakob.com/online-kurse/

Übrigens gibt es bei vielen der genannten Anbieter gerade „Corona-Rabatte“!

Zuletzt gibt es die unzähligen Hundetrainer*innen, die, wie ich auch, individuelles Training mit Online-Unterstützung anbieten. Mehr zu meinem Angebot erzähle ich morgen!

 

PS: Ich nehme an, dieser Beitrag enthält Werbung. Ich wurde nicht bezahlt.