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Tag 1

Am Dienstag begann das Doggy Easter Camp 2009 mit dem Einzug des ersten Teilnehmers: Char-Can Bu alias „Kalle“ von Khang-Bu.
Zuerst haben wir ihm die Hausstandsregeln gezeigt, die bei uns im Flur hängen:


Dann hat Habca ihm die Hausstandsregeln erklärt („Du darfst aber nicht aufs Sofa! Und nicht an mein Frauchen! Halt gefälligst Abstand zu meinem Frauchen!„), dann habe ich Habca die Hausstandsregeln erklärt („Ich entscheide wer aufs Sofa darf, und ich entscheide wer wie nah an mich ran darf!“) dann hat Kalle Habca gefragt, ob sie das ernst meint („Oder wollen wir erstmal spielen? Ja, wollen wir? Na komm schon!“), dann hat Habca Kalle erklärt, dass sie es ernst meint („und versperr‘ mir niemals den Weg zu meinem Frauchen, hörst Du?“).

Als das alles besprochen war, konnten wir Pläne machen für Kalles große Ferien. Wir haben ihm den Main gezeigt und ihn gefragt was er alles für Tricks kann. Erst hat Kalle mit mir Sitz, Platz und Durch (die Beine) geübt und Habca mit F. gespielt, und dann haben wir getauscht.

 

Nachmittags waren Kalle, Habca, F. und ich auf den Hochheimer Mainwiesen. Kalle bekam eine Schleppleine verpasst, und wir warteten die ganze Zeit was er wohl anstellen würde. ;-)
Er ist aber ganz vorbildlich immer ein Stück vorgelaufen und hat sich dann umgeschaut und gewartet. Wenn ich ihn rief, kam er jedesmal, auch aus Hundekontakte heraus und beim Schnüffeln (weil es da so viele Kaninchen gibt und Kalle ganz gern schonmal jagt, hatten wir da zuerst etwas Sorge).

Weil es zu Hause mit den beiden noch nicht ganz so harmonisch ist sind wir nach dem Motto vorgegangen „Müde Hunde sind gute Hunde“, und zehn Sekunden lang haben die beiden Rabauken sogar so etwas ähnliches gemacht wie miteinander gespielt.

Dann haben wir Kalle noch erklärt, wie das bei uns mit dem Pfiff funktioniert, aber er sagte nur, das sei für ihn superpippieinfach. „Die Steffi hat aber gesagt…“, will ich widersprechen, aber er unterbricht mich und sagt: „Die behauptet auch, ich könnte an der Leine gehen! Pff!“ Ein bisschen frech ist er halt doch. ;-)

 

Tag 2

Kalle hat endlich was angestellt. Ich hatte mir ja schon fast Sorgen gemacht, er würde sich vielleicht nicht wohl fühlen. ;-) Bei einem sonnigen Niddaspaziergang hat er das Kaninchen vor uns gesehen, und weg war er, Rufen und Pfiff drangen gar nicht mehr zu ihm durch. Das bösartige Kaninchen hat sich allerdings in ein dichtes dorniges Gestrüpp verzogen, in dem der arme Kalle so arg abgebremst wurde, dass wir das Ende der Schleppleine zu fassen kriegten und ihn befreien konnten. Der Kleine war dann noch eine Viertelstunde ziemlich durch den Wind, weil er nach Artgenossen des bösen Tierchens Ausschau halten musste. Und auch F. war etwas verwirrt und mochte die Schleppleine nicht mehr loslassen. Habca musste vor Schreck Gras essen.

Aber dann haben wir uns alle wieder beruhigt und im Wald noch Verstecken gespielt, und über umgestürzte Baumstämme Klettern, das kann der Kalle genauso gut wie das Habs.

Vormittags, während F. gearbeitet hat, haben Kalle, Habca und ich ein bisschen gecklickert – immer einer der beiden musste in der Box warten – und ich habe sie etwas pro forma gebürstet. Echt erstaunlich, wie unterschiedlich ihr Fell ist!

Habca muss immer noch fürchterlich keifen, wenn Kalle dem Sofa zu nahe kommt oder F. oder mich zu stürmisch begrüßt. Ich darf aber mittlerweile mit Kalle kuscheln. ;-) Der übrigens auch ziemlich die Dramaqueen raushängen lassen kann: Wenn einer es wagt, ohne hündische Begleitung aufs Klo zu gehen, wird schrecklich gefiept und geweint.

 

Tag 3

Ein für das Verhältnis von Habca und Kalle wichtiger Tag! Habca hat Kalle provoziert, was das Zeug hält: Sie hat ihr Kuscheltier geholt, es zu Kalle hingeschubst, und wenn er dran gegangen ist, hat sie ihm eine Riesenszene gemacht. Oder sie legt sich mit einem Stofffetzen auf das Sofa, lässt ihn runterbaumeln und keift Kalle dann an. Der reagiert immer extrem souverän auf ihr Gekeife, nämlich meistens gar nicht. Ein paar Mal hatte er auch irgendwas im Maul und hat Spielaufforderungen gemacht, aber Habca hat gekeift. Kurz darauf haben sich die beiden zum ersten Mal seit Kalle hier ist, richtig beschnuppert und dabei ein bisschen (entspannt) gewedelt. Wenn einer aufsteht und irgendwo hingeht, geht der andere immer hinterher. Kalle konnte heute problemlos aufs Sofa, wenn ich Habca vorher runterschicke, dann Kalle raufbitte und dann Habca wieder raufdarf. Also, ich habe auf jeden Fall einiges zu beobachten! :-)

Aber auch die Animation kam nicht zu kurz: Nachmittags war es richtig warm, ich habe eine Tasche voller Spielzeug gepackt und wir sind zum Main gezogen. Dort wurde erst geplanscht, dann durfte sich jeder aussuchen womit er zuerst spielen wollte. Habca hat mit mir Schicken zum Dummy geübt und Kalle hat mit F. die Grundlagen des Hundefrisbees trainiert. Zwischendurch kam er uns immer die Scheibe zeigen. Dann war wieder Planschzeit und dann haben wir alle zusammen Frisbee gespielt und Habca und Kalle haben mit der roten Kong-Frisbee gezergelt ohne dass es Ärger gab, ein Riesenfortschritt. Dann rannte ein Labbi in unseren Spielaufbau herein und Kalle und Habca konnten sich gemeinsam auf ihn stürzen, ein Riesenspaß, den wir leider unterbrechen mussten. Der Labbi wurde dafür von seinem Herrchen massiv gemaßregelt, eine Rede, eindeutig an uns gerichtet: „Was machst Du wenn ich „hier“ rufe? Was machst Du dann?“. Nach bestimmt fünfminütiger Vorführung, die wir vier betreten über uns ergehen ließen, entschuldigte er sich noch, dass das alles noch nicht so perfekt sitze.

Kalle und Habbi waren dann ganz schön platt, sie fanden es auch ziemlich heiß und haben den Großteil des Abends verschlafen. Gut, dass Kalle Trash-TV von zu Hause kennt:


Abends hat Kalle dann noch gefragt, ob er jetzt, wo wir uns so gut verstehen, nicht doch auch im Bett schlafen könnte, aber „Neinneinnein!“ hat Habca hysterisch geschrien, und wir haben gesagt, er solle lieber wieder auf seine Decke gehen, und dann hat bis zum Morgen niemand mehr einen Mucks gemacht.

 

Tag 4

Habca, Kalle und ich sind gestern früh aufgewacht und hatten Unsinn im Kopf. Zuerst ist Kalle aufs Bett, genau genommen auf den noch halb schlafenden F. gesprungen und hat ihn zärtlich geweckt. Habcas Tobsuchtsanfall wurde von mir durch wildes Notkuscheln besänftigt. Nach Frühstück und gemeinsamer Morgenrunde (gewöhnlich gehen wir morgens getrennt) sind wir drei durch die Wohnung gestreift und haben überlegt was wir anstellen könnten. „Wir wollen auf einen Abenteuerspielplatz für Hunde gehen!“, rief ich, „oder ein Labyrinth aus Möbeln bauen!“ Wir blätterten durch das selten dämliche Buch „Mit Hunden spielen“.

Dann hat Habca ihr Flusspferd Ottilie geholt, das sie gerne herumträgt, und hat es Kalle gezeigt. Der hat es in eine Box verschleppt und dort wedelnd auf mutige Angreifer gewartet. Da Habca sich alleine nicht recht traute haben wir uns gemeinsam angeschlichen und konnten Kalle aus der Reserve locken. Das große Ottilien-Zergeln begann und alle hatten mächtig Spaß.

Auch Habca war eindeutig froh, einen Weg gefunden zu haben, mit Kalle zu spielen.

Er zergelt ja besser als Herrchen und Frauchen!

Naja, es kam dann wie es kommen musste, und ich rief Ottilie noch zu: „Du bist ein Märtyrer für einen guten Zweck, vergiss das nicht!“


Nach dieser aufregendenAktion haben wir erstmal ein Schläfchen gehalten – aber der Nachmittag war auch nicht ohne!

Mut und Ausdauer erforderte der Nachmittag von Tag vier des Doggy Easter Camps 2009.

„Wolln wir mal ehen, ob die Steffi ihre Welpen anständig sozialisiert“, sagte ich herausfordernd zu Kalle, und wir spazierten zur Griesheimer Schleuse. Da muss man über ein Gitter gehen, und unter einem sprudelt der Main einem reißenden Wasserfall gleich. „Mir macht das ja gar nichts aus“, sagte Habca zu Kalle, „aber Du traust dich bestimmt nicht. Das wird auch ganz schön laut nach dem zweiten Wehrturm!“

„Uh“, sagte Kalle, „da kann man ja durchgucken!“, und guckte auf seine Füße. „Das macht man aber beser nicht“, erklärte ich ihm, „ich mach das auch nicht, sonst wird mir auch komisch. Komm, wir gehen einfach weiter. Willst Du einen Keks?“
„Ähm, ne, im Moment nicht“, sagte Kalle, und ging tapfer weiter. Das war das erste Mal dass er einen Keks ablehnte! Aber er hat es geschafft die ganze Schleuse zu überqueren, und ohne Theater. „Jetzt aber nichts wie weg hier“, rief er am Ende und hing sich in seine Fünf-Meter-Leine.

Wir sind dann am Main entlang gegangen, erst nach rechts, aber weil da keine Brücke mehr kommt sind wir umgedreht und über die Schwanheimer Wiesen gelaufen. Es war mächtig warm. „Ich kann nicht mehr“, stöhnte Klein-Habca in ihrem schwarzen Pelz und trottete mit hängender Zunge hinter uns her. „Mir macht das gar nichts aus!“, rief Kalle und lief weiter im Zickzack voraus. „Du bist ja auch zum ersten Mal hier“, erklärte ihm F., da ist das alles viel aufregender. Habca kennt das hier schon.“ „Und außerdem“, ergänzte ich, „könnte es sein dass die Anwesenheit von Kaninchen eine belebende Wirkung auf Dich hat? Also ich finde es auch ziemlich warm und weit.“

Zum Glück kann man am Main immer gut eine Planschpause machen, und Habca nahm ein kühles Bad und zog eine Stöcke aus dem Fluß, um sie zu zerkleinern. „Nichts ist so entspannend wie in Ruhe auf einem Stock zu kauen“, murmelte sie, und dann biß Kalle ins andere Stockende und zog daran und Habca musste in sehr ausschimpfen.

Mit letzter Kraft wanderten wir über die Europabrücke zurück auf unsere Mainseite. „Du Kalle?“, fragten wir, „warst Du schonmal in einem Eiscafé, oder in einem Restaurant? Weißt Du wie man sich da benimmt?“ Habca guckte skeptisch, als Kalle großspurig „Na klar!“ antwortete.
Unser Altgriesheimer Eiscafé hat nämlich eine Handvoll Tische auf die Straße gestellt, und alle genießen den Frühlingsanfang. Wir setzten uns und bestellten Eisbecher. Habca genoß die Pause. „Was soll ich jetzt machen?“, fragte Kalle eifrig. „Leg Dich einfach hin und entspann Dich“, sagte F. Kalle tat’s und sprang wieder auf. „Okay, fertig“, rief er, „und jetzt?“. „Bleib einfach liegen.“, sagte F., und stellte einen Fuß auf die Leine. „Ähm, wie geht das nochmal?“, fragte Kalle, „ich glaub das hatten wir noch nicht.“

Aber irgendwie siegte dann doch die allgültige Maxime: „Müde Hunde sind gute Hunde.“ Und so ging der vierte Tag des Doggy Easter Camps zu Ende. „Schlaft Euch gut aus“, sagte ich zu den Hundchen, „den morgen haben wir großes vor.“

 

Tag 5

Am Sonntag (Tag 5 des Doggy Easter Camps 2009) hatten wir eine Verabredung: Die Dixies haben Ferienbesuch vom Bambam, und wir alle trafen uns auf den Hochheimer Mainwiesen:

„Kalle? Wenn Du versprichst dass Du brav bist darfst Du ohne Schleppleine laufen. Na, wie wär das?“


„Und immer schön kommen wenn man Dich ruft, dann gibts auch Deine Grünlippmuschelkekse.“

„Sehr schön.“
„Ich guck nur mal kurz da drüben im Gebüsch!“


Und wieder eingereiht:

Kommt, wir kreisen Dixies Frauchen ein!

Es war ganz schön warm. Ist Kalle etwa schon müde?

Gut, dass die Erfrischung hier nie weit ist.

Und im Mäuselsprung auf zu neuen Abenteuern.

Tag sechs

Nach all der Aufregung der letzten Tage beschlossen wir, dass Montag, Tag sechs des Doggy Easter Camps, ein Ruhetag sein würde. Kalle, Habca und ich hingen den ganzen Tag herum, dösten, futterten irgendwelches Zeug, spielten eine Runde Dog Brick (ich bin ja beruhigt dass Kalle das auch nicht viel besser kann als Habca, wo alle immer sagen das wäre so einfach) und ich habe Kalle vorgelesen was Mummy so macht.

Nachmittags hatte ich den beiden eine Frisbeestunde bei unserem Privattrainer gebucht. Habca spielte ein bisschen Just for Fun, aber davon konnte ich keine Fotos machen, weil ich Kalle mit beiden Händen festhalten musste. ;-) Hochmotiviert ging er dann zu seiner zweiten Trainingseinheit an den Start, während Habca sich im Schatten neben mir ausruhte.

Ich krieg sie:„Kalle, take!“
Yep, ich habs raus:
Und jetzt?
Da kommt noch eine Scheibe:

Frauchen, hast Du das gesehen?

 

Tag 7 und 8

Kalle schnüffelt verzückt an Habcas Popo, die kläfft und schnappt nach seinem Hals, was er mit einer begeisterten Spielaufforderung beantwortet. In ihren Ruhephasen passiert es jetzt immer öfter, dass die beiden friedlich dicht beieinander liegen. Habca schwächelt ein wenig, wie immer in den ersten Tagen ihrer Läufigkeit, Kalle futtert ihr Abendessen mit und sagt draußen den anderen Rüden dass sie gefälligst Abstand halten sollen.
Nachmittags gehen Kalle, Habca und ich alleine eine große Runde – das Leinenhandling finde ich immer noch kompliziert, weshalb Habca die meiste Zeit frei laufen durfte. Aber heute ist mir das nicht recht, sie schnüffelt verträumt in der Gegend herum und trödelt, während Kalle vorne die Dampflok spielt. Wir sitzen in der warmen Sonne, spielen ein bisschen Frisbee, und als ein Auto des Grünflächenamts durch den Park fährt kann Kalle es natürlich nicht lassen dahin zu rennen, und die Männer amüsieren sich sehr darüber wie ich schimpfend seiner Schleppleine hinterherjage. ;-) Später sitzen wir drei auf dem Sofa, ein Hund an jede meiner Seiten gekuschelt, die Köpfe auf meinem Schoß zueinander gesteckt, und sehen „Menschen, Tiere und Doktoren“ im Fernsehen. Ich komme viel zu selten dazu, um diese Zeit fern zu sehen, gut, dass ich im Moment nicht arbeite, so können wir uns über junge Heuler, die Labmagenverlagerung bei der Kuh, Stauballergie bei Pferden und Blasensteine beim Pitbull informieren.

Der achte Tag verläuft ähnlich, Kalle verhält sich noch relativ unauffällig, will nur gerne schnüffeln. Wenn die beiden sich still in ein Nebenzimmer verziehen schleiche ich besorgt hinterher, obwohl ich ja weiß dass noch nichts passieren kann. Draußen spielen wir mit Kalles großem gelben Wubba-Kong, die beiden rennen um die Wette und es gibt überhaupt keinen Streit. Wenn Habca das Spielzeug hat und Kalle versucht ihr den Weg zu uns zu verstellen (was sie in Kalles ersten Tagen hier so in Rage gebracht hat!) täuscht sie einen Richtungswechsel an und rast dann zurück. Nicht schlecht! Baden im Main, dann noch den „verlorenen“ Kong gemeinsam suchen, bis die Zungen quer im Hundemaul hängen. Wir frischen Kalles Eiscafélektion auf, das macht er schon ganz gut.

Morgen feiern wir noch zusammen Kalles Geburtstag, übermorgen machen wir einen Ausflug, bei dem wir eine Freundin von Steffi treffen – wir werden den Kalle mit anderthalb weinenden und einem halben erleichterten Auge an sie übergeben, bevor hier die Stehtage einsetzen – dann wird mir das nämlich doch, vorsicht Wortspiel: eine Nummer zu heiß.

Tag 9

Kalles letzter Tag im Doggy Easter Camp (leider muss das Camp aufgrund von Habcas Läufigkeit früher enden) war zugleich ein hoher Feiertag: Kalles zweiter Geburtstag!

Mit sentimentalen Erinnerungen können wir in diesem Fall leider nicht dienen, nur auf ein paar Babybilder verweisen. Aber es gab natürlich eine Geburtstagstorte (eine Blätterteigtorte, gefüllt mit Hackfleisch, Würstchen und Käse),

anstrengende Geburtstagsspiele (hier der Nachher-Zustand:)

nette Gratulanten
und ein Geburtstagsbad für den Stinker. ;-)

Beim Singen des Geburtstagslieds:

Ach Kallski,
wir werden Dich vermissen! Und die Missetat von heute Morgen verschweigen wir zur Feier des Tages – erstmal. ;-)

Na, wie fandest Du den Geburtstag?

 

Tag 10

Vollgefressen vom Kallegeburtstag frühstückten wir am Karfreitag ein letztes Mal zusammen,


bevor wir uns auf eine kleine Reise begaben:
Nahe Heidelberg trafen wir auf einem Feldweg (der zugleich die Fahrradautobahn der Region war) die Christina mit ihrem Border Collie Knox und der wunderschönen alten altdeutschen Hütehündin Daja. „Yippie!“, rief der Kalle, „die Christina!“, und sprang an ihr hoch und freute sich, und schnupperte, und sagte „oh Mist, die Christina!“ und versteckte sich hinter uns, nur um sich kurz darauf wieder über sie zu freuen. Soso. Wir gingen alle zusammen ein Stück am Neckar entlang, und Knox erzählte Habca dass er zwar kastriert sei aber trotzdem ein ganz fescher Kerl.

Tja, und dann wurde Kalle klar, dass er mit Christina und ihrer Bande mitfahren sollte, und er schmeichelte uns ein bisschen und F. gab ihm einen Abschiedskuss und wir sagten ihm dass wir uns bestimmt bald wiedersehen. In unserem Auto war es dann merkwürdig still, und weil es ja ein Feiertagsausflug war, fuhren wir erstmal zu McDonalds. ;-)

Dann haben wir uns den Odenwald angeschaut, der ist sehr schön.

Größere Kartenansicht

Da gibt es Hügel und Täler und alte Bauernhöfe und Fachwerkhäuser und Wälder und alte Rinderrassen und Pferde und an manchen Orten viele Touristen.
„Ich will ein Ausflugslokal mit Talblick und einen Eisbecher“, sagte ich, und wir parkten irgendwo und gingen die Hutzelstrasse durch den Wald zum Gasthaus Zum Talblick und aßen einen Erdbeerbecher. Habca war recht müde, es war ein heißer Frühlingstag, die Nachmittagssonne schien auf die Terasse, und das Leben schien nicht allzu schlecht.

„Ob Kalle wohl schon schläft?“, fragten wir uns beim Einschlafen, und am nächsten Morgen vermisste ich sein Trippeln und Jammern. Dann erzählten wir uns, wie er die Fleischwurst vom Tisch geklaut hatte (aber das haben wir ja noch gar nicht gepostet!) und wie er gegen die Laternen stieß, weil er zu viel in der Gegend herumschaute, und schmunzelten, und Habca schlief und schlief.

Comments
  • Steffi

    Ja Schatz, Dank der tollen Berichterstattung hab ich es gesehen. Ich hoffe, dein Privattrainer zeigt mir ein bisschen davon, was ihr da so macht! Hab dich lieb, mein kleiner Prinz Charming, schade dass dein Easter Camp doch schneller endet. Ich hoffe du musst nicht ins Doggy Seniorencamp für den Rest der Zeit. Aber bald sind wir ja wieder daheim.

    Hugs and kisses
    Mommy and Daddy ;)

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