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Ich möchte einen neuen Hund anschaffen. Dies ist Teil 4 der Artikelserie.

Zu Teil 1: „Wenn ein neuer Hund einziehen soll“

Zu Teil 2: „Ein Hund vom Züchter“

Zu Teil 3 „Ein Hund aus dem Tierschutz“

 

Bei der Anschaffung eines neuen Hundes lohnt es sich, ehrlich mit Euch selbst zu sein. Aufzustellen, was Euch wichtig ist, was der Hund können soll, was er lernen soll, was ihr ihm bieten könnt.

Ich habe versucht, das für mich und meine Situation hier zu tun:

Das wichtigste ist mir, dass mein neuer Hund sich mit Habca gut versteht – ob das heißt, dass sie sich verstehen und in Ruhe lassen, oder dass sie Freunde sind und miteinander spielen, lasse ich offen. Aber ich will keine Verletzten zuhause, keiner soll Angst vor der anderen haben, alle sollen sich entspannt und frei bewegen können.

Ich finde, ein Hund soll zuhause Ruhe halten können. Ich bin bereit, das zu üben und zu erklären, aber ein neuer Hund soll prinzipiell dazu in der Lage sein.

Mein Leben, wie es derzeit ist, ist für einen Hund einerseits ganz toll, bringt andererseits einige Einschränkungen mit sich. Mein neuer Hund *muss* allein bleiben können – sowohl zuhause als auch (bei angemessenen Temperaturen) im Auto. Ich bin bereit, ihm das mit viel Geduld beizubringen – aber er muss grundsätzlich dazu in der Lage sein, und m.E. sind das nicht alle Hunde.

Mein Hund soll Warten lernen, noch besser als Habca es kann: in meiner Nähe rumliegen und Warten, während ich mit Kunden arbeite.

Ich möchte meine Hunde ohne Leine führen können – das muss nicht immer und überall sein, aber ein Hund, dessen Jagdtrieb oder andere Probleme so groß sind, dass das prinzipiell gar nicht geht, ist nichts für mich.

Ich möchte mit meinem neuen Hund gern Mantrailing und/ oder Pettrailing machen, gerne auch „ernsthafter“ als mit Habca. Auch Agility würde ich gern noch besser lernen.

Außerdem probiere ich als Trainerin immer wieder Sportarten und Spiele aus, und hätte gern einen Hund, dem das genau so viel Spaß macht wie mir. Heute Frisbees werfen, morgen ein paar Tricks, übermorgen Ruhetag – und bei allem gute Laune behalten, und sich nicht neurotisch in eine Sache reinsteigern – das gefällt mir.

Ich hätte Schwierigkeiten mit einem sehr anfälligen, ewig kranken, oder zerbrechlichen Hund. Ich laufe gern über Stock und Stein, und will mir nicht ständig Sorgen machen müssen. Ganz kleine, zarte Rassen scheiden deshalb aus. Und Treppen muss der Neue laufen können!

Eine gute, starke Bindung ist mir wichtig. Ich könnte mit einem Hund, der mich ständig links liegen lässt, nicht glücklich werden. Selbständigkeit und so genannte Dickköpfigkeit finde ich dagegen super, das bringt mich erst richtig auf Betriebstemperatur.

Ein Hund mit großer Angst vor zu vielen Sachen würde in meinem Leben nicht glücklich. Ein Hund, der andere Hunde und/ oder Menschen ganz grundsätzlich lieber auf 10km Abstand hat, wohl auch nicht. Kleinere Baustellen sind völlig ok.

Ich kuschel gern und schönes Fell ist mir tatsächlich nicht unwichtig! Aber: ich kann nicht noch einen Hund mit so aufwändiger Fellpflege wie Habca haben, das würde mich wahnsinnig machen.     

Ich glaube, dass es besser ist, wenn zwei Hunden in einem Haushalt nicht die gleichen Sachen sehr wichtig sind. Habca ist eigentlich nur eine Sache auf der Welt sehr wichtig: ich. Das heißt, mein zweiter Hund sollte da ein bisschen entspannter sein. Fressen zum Beispiel ist Habca überhaupt nicht wichtig, da darf der zweite dann schwierig sein. ;-)  

Damit haben wir eine grobe Vorstellung, wonach wir suchen…