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In dieser Folge diskutieren Katja Frey und ich das Paper:

Hunter, Mary und Rosales-Ruiz, Jesus: „The power of one reinforcer: The effect of a single reinforcer in the context of shaping“. J Exp Anal Behav. 2019 May; 111(3):449-464.  doi: 10.1002/jeab.517.  Epub 2019 Apr 30. PMID: 31038746.

Der Artikel geht aus von einer Situation in einem Shaping-Prozess, von der Bob Bailey berichtet habe: ein „desperation-driven click“, ein Click (und Verstärker), der nicht das richtige Verhalten trifft, sondern die Verstärkerrate retten soll. Oft bleibe der Lerner genau nach so einem Click dann bei diesem Verhalten „stecken“.

Dieses Problem wollte Mary Hunter sich in einem PORTL-Prozedere anschauen. Denn das Trainerspiel PORTL soll ja auch der Forschung dienen.

„In particular, we investigated whether, during a 1-min period of extinction, human participants spent more time performing a new behavior that received a single reinforcer after a brief period of no reinforcement or if they spent more time performing a behavior that had been reinforced multiple times.“

Katja und ich diskutieren u.a.:

  • Welche Kraft kann ein einzelner Verstärker, zum Beispiel ein einzelnes Leckerchen, haben? Wovon hängt das ab?
  • Sind Ergebnisse am Menschen auf Tiere übertragbar? Warum ist das in manchen Situationen schwierige als in anderen?
  • Inwiefern ist ein Verstärke auch eine Kontingenz?
  • Was ist Stimuluskontrolle?
  • Was heißt: ein Verhalten wirde noch nie oder nur einmal verstärkt?
  • Welche Rolle spielen Konzepte?
  • Ist eine Periode ohne primäre Verstärker immer eine Löschungsphase?
  • Welche Rolle spielt die Verstärkungsgeschichte?

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