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Wenn man dem Hund eine konkrete Aufgabe möglichst schnell beibringen möchte, beispielsweise, auf 1m Distanz auf ein Bodentarget zu gehen – sollte man dann täglich trainieren, oder lieber wöchentlich? Nicht, um nach drei Wochen fertig zu sein, natürlich, sondern mit der Zielsetzung, möglichst wenig Zeit mit Training zu verbringen.

Mit dieser Frage befasst sich die Studie „The relationship between number of training sessions per week and learning in dogs“ von Iben Meyer und Jan Ladewig (Applied Animal Behaviour Science, Volume 111, Issues 3–4, 2008, Seiten 311-320, ISSN 0168-1591, https://doi.org/10.1016/j.applanim.2007.06.016) – und kommt zu dem durchaus überraschenden Ergebnis, dass es mit wöchentlichem Training schneller geht als mit täglichem.

Wie kann das sein? Das bespreche ich mit Katja Frey in unserer aktuellen Podcastfolge. Ihr könnt gleich hier unten reinhören. Alle Links zu Diensten wie Spotify etc. findet ihr auf der Podcast-Seite.

 

PS: Habt ihr gedacht, ich verrate, wie viel ich mit meinen Hunden trainiere? Dann müsst ihr den Podcast nicht hören, die Studie hat eine ganz andere Fragestellung. Man trainiert mit dem eigenen Hund ja immer mehrere Dinge zur selben Zeit. Und: wenn es darauf ankommt, schnell zu sein, ist täglich immer schneller als wöchentlich. Und: es kommt im Hundehalterinnenleben selten (nur) darauf an, schnell zu sein. Und: Es gilt im echten Leben, viele Bedürfnisse unter einen Hund, äh, Hut zu bringen. Ich habe 2018 was dazu geschrieben, wieviel Training und Beschäftigung es damals im Leben meiner Hunde so gab, das verlinke ich Euch hier nochmal:

Zwei unterschiedlichen Hunden gerecht werden

 

… – seitdem hat sich viel geändert, denn es ist ja ein weiterer, bedürfnisstarker kleiner Mensch in unser Leben getreten. Und ich habe im Moment nur einen Hund. Jetzt ist auch noch durch Corona vieles anders, bei mir wie bei euch. Also: trennen wir die wissenschaftliche Frage von der nach dem echten Trainingsalltag.