Am Dienstag waren Rike und ich bei einem recht anspruchsvollen Seminar. Sie sollte aus einer Reihe von Blumentöpfen immer den größten anzeigen (“Konzepttraining”). Ich hatte einen prima Trainingsplan geschrieben, und holte sie frohgemut aus dem Auto, in dem sie den Vormittag über gesessen hatte. Sie raste erstmal in die Leine, biß Habca ins Ohr, sprang an mir hoch… Ab in den Seminarraum.  Zehn Leute stehen um uns herum, darunter wirklich gute Trainer, Menschen, die ich schätze, ...

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Nachdem ich berichtet habe, mit wie vielen kleinen Gesten Hunde ihren Menschen ihr Zusammengehörigkeitsgefühl zeigen, kann man fragen, wie eigentlich Menschen diese Gesten erwidern können. Gerade wenn die Zeiten zwischen Mensch und Hund schwierig sind, kann es wichtig sein, dem Hund vermehrt zu zeigen, dass man zusammengehört. Hier ein paar Ideen, wie man das machen kann: Kontaktliegen. Kontaktliegen muss nicht Kuscheln oder Streicheln heißen, was manche Hunde gar nicht so gern mögen. Kontaktliegen heißt genau das, wonach ...

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Hunden ist ihre soziale Beziehung zu Menschen sehr wichtig. Ich glaube, das kann man tatsächlich durch die Bank so sagen.  Im Laufe eines Tages nehmen sie mit vielen kleinen Gesten Kontakt zu ihren Menschen auf, betreiben Stimmungsab- und angleichung, schauen, was die Menschen tun, versuchen sich einzubringen. Ich sehe immer wieder, wie diese Gesten von Zugehörigkeit, von Freundschaft, missverstanden werden: als Dominanz, Kontrolle, “aufmerksamkeitsheischendes Verhalten”.  Wie unter Menschen auch, können manche Gesten verschiedene Bedeutungen haben – je nach ...

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Ich arbeite oft mit HundebesitzerInnen zusammen, die schon mehrere Hundetrainer hatten, und irgendwie nicht wirklich weiterkommen. Als Berufsanfänger dachte ich ehrlich gesagt oft: “die anderen Trainer waren halt alle nicht so gut”. Mittlerweile sehe ich das ein bisschen differenzierter. Ich nehme an, auch ich bin manchmal so ein verschleißter Trainer, und die Kunden, die plötzlich keine Zeit oder kein Geld mehr haben, ziehen weiter zum nächsten.  Ehrlich gesagt habe ich das früher, als Habca jung und ...

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  Ich liebe es, mit meinen Hunden ein ursprünglicheres Leben zu probieren. Die Wälder verlocken mich dazu, oder das Meer, das Zeithaben, das Herumstreifen. Schon als Kind ging es mir so, meine Hunde damals waren unsichtbare Hunde. Wir waren Indianer, die sich an Fremde anschleichen. Wir erfinden Geheimsprachen, die nur wir verstehen. Wir brauchen keine Leinen, keine orthopädisch wertvollen Geschirre, keine Halsbänder, keine Klicker, keine Leckerli.    Ich lese – wieder – von Edgar Sawtelle, der mit seinen ...

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Freiheit für Hunde – wie kann das aussehen? Wollen Hunde überhaupt frei sein? Darüber habe ich im letzten Blogbeitrag nachgedacht: http://www.diehundephilosophin.de/blog/tierpsychologie/einem-hund-die-freiheit-schenken/ Fünf Freiheiten für Tiere sind seit langem die Basis für den internationalen Tierschutz   (vgl. z.B. http://www.companionanimalpsychology.com/2017/01/the-five-domains-model-aims-to-help.html). Das bezieht sich sowohl auf “Nutztiere” wie auf “Haustiere”. Diese fünf Freiheiten sind: Freiheit von Hunger und Durst Freiheit von Unwohlsein (“discomfort”) Freiheit von Schmerz, Verletzung und Krankheit die Freiheit, Normalverhalten zu zeigen  Freiheit von Angst und Stress Als Philosophin fällt mir auf: es sind vier Freiheiten “von” ...

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Ich habe vor kurzem „Ostwind 3“ (http://constantin-film.de/kino/ostwind-–-aufbruch-nach-ora/) im Kino gesehen, und natürlich fand ich die Szene total berührend, in der Mika mit ihrem heiß geliebten Pferd mitten im wunderschönen Andalusien steht, ihm Sattel und Trense abnimmt, und „Sei frei!“ zuruft. Ostwind galoppiert zu seiner Herde, seiner Familie. Mika verzichtet, weil sie gemerkt hat, dass Ostwind dort glücklicher wäre. Ohne sie.   Hach, und irgendwie sah ich mich mit Habca im Wald stehen, oder besser noch, auf ...

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Dies ist die Fortsetzung von “Wer mehr sieht, muss weniger glauben (Teil 1)“.  Im letzten Beitrag ging es darum, das Video gut zu beschreiben, bevor man es interpretiert. Nun ist die Frage: wie kommt man von der Beschreibung zu einer Interpretation?   Meines Erachtens gibt es da mehrere Wege, so wie wir auch mehrere Wege haben, Verständnis für andere Menschen zu entwickeln. Nur den für zwischenmenschliche Verständigung vielleicht (?) wichtigsten Weg, die Sprache, können wir leider nicht nehmen. ...

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Hunde und Menschen sind soziale Lebewesen, sie kommunizieren (fast) den ganzen Tag.  Wer üben will, Hunde besser zu verstehen, hat deshalb viel Übungsgelegenheit. Schwierig macht es nur, gerade am Anfang, dass Hunde so schnell sind. Ich lasse meine Kunden deshalb mit Fotos anfangen, dann kann man Videos, und dann das echte Leben. Videos kann man nämlich mehrmals angucken, oder in Zeitlupe.   Manchmal filme ich irgendeine Interaktion zwischen meinen zwei Hündinnen – und staune dann oft selbst. ...

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War es bei Euch in der Nacht auch so heftig? Die kleine Rike hat weitergeschlafen, aber Habca und ich sind von Blitz und Donner und dem Sturm, der am Haus rüttelte und meine Tomatenpflanzen über den Balkon pfefferte, aufgewacht. Ich denke dann auch immer an all meine Kundenhunde, die Angst bei Gewitter haben. Auch das Klappern und Pfeifen von Sturm und Hagel macht vielen Hunden Angst. Wenn Euer Hund mehr als nur ...

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