Als ich in den letzten Wochen mit vier Hunden unterwegs war, und sie gerne mal nebeneinander sitzend oder liegend in der Landschaft drapierte, um ein hübsches Foto zu machen, wurde ich mehrmals angesprochen mit Kommentaren wie “Sie haben die gut im Griff”. Das war ganz klar als Kompliment gemeint, und hinterließ bei mir trotzdem einen schalen Nachgeschmack: Will ich andere Lebewesen “im Griff” haben? Ich kenne einen ähnlichen Wunsch aus vielen Kundengesprächen, und auch da irritiert ...

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Ziemlich genau zwischen Freiburg und Basel liegt das Markgräfler Land im Südschwarzwald – und hier wohne ich seit zwei Wochen.  Ich bin noch ein bisschen dabei, mich einzurichten: die letzten Kisten auszuräumen (und die letzten sind immer die schlimmsten, oder?), mit den Hunden neue Wege zu erkunden, und nicht zuletzt eine neue Erlaubnis nach §11 zu beantragen. Denn anerkennen, umschreiben oder was auch immer, so wie das Veterinäramt Bad Homburg das mit der Frankfurter Erlaubnis getan ...

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Eine Frau wird vermisst, etwa Mitte 30, sie ist vom Spaziergang mit ihrem Hund nicht zurückgekommen. Der Hund fehlt auch. Ihr Auto steht auf dem Parkplatz an der TeNo-Hütte. Es ist Sonntagmittag, eiskalt, die Sonne scheint schräg durch die Tannen. Ich schaue mir das Auto an, überlege, ob ich eine Geruchskopie vom Türgriff machen soll, entscheide dann aber, es so zu versuchen. Ich hole Rike aus meinem Auto, ihr Suchgeschirr, die lange neongelbe Suchleine, ihre Belohnung ...

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Ich habe Euch einiges darüber aufgeschrieben, was ich unter “wissenschaftlich fundiertem” Hundetraining verstehe, und will noch was ergänzen.  Wahrscheinlich fällt es euch sogar als erstes ein, wenn ihr “wissenschaftlich fundiert” lest: da will jemand sagen, er “kennt sich aus”, er hat aktuelle und relevante Sachen gelesen. Oder? Ich habe ja Philosophie studiert (ja, auch abgeschlossen). Das heißt nicht, dass ich alles über Philosophie weiß. Ich würde sagen, es heißt: 1. dass ich einen historischen Überblick habe, wer wann ...

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  Ich behaupte, dass ich “wissenschaftlich fundiert” trainiere, und auch damit bin ich nicht die einzige. Nachdem ich erklärt habe, was ich unter “gewaltfreiem Hundetraining” verstehe, will ich auch erklären, was ich mit “wissenschaftlich fundiert” meine – denn ich behaupte diese Dinge nicht, weil sie sich nett anhören oder gut verkaufen lassen, sondern weil sie mir wirklich wichtig sind. “Wissenschaft” war mir ursprünglich viel näher als Hundetraining, in meinem Studium, in meinem Job an einem Max-Planck-Institut, und ...

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  8. Enttäuschungen: Ich bin auch dieses Jahr krass von Menschen enttäuscht worden. Ent-täuscht heißt: ich habe mich in ihnen getäuscht. Das tut weh! Ich habe nicht erwartet, dass da sowas kommen würde, dass Zuneigung und Sympathie in Aggression und Wut kippen würde. Ich hatte mich nicht gerüstet. Ich habe vertraut. Ich nehme an, diese Menschen sind auf irgendeine Art auch von mir enttäuscht. Etwas ist schief gelaufen, und wir konnten es nicht reparieren. Das Gespräch ...

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  Habca: Habca ist noch da. Sie lebt noch. Es war im Oktober 2016, das eine Tierärztin zu mir sagte: “Noch zwei Wochen, oder noch zwei Monate, wer weiß das schon”. Ich wollte unbedingt nochmal mit ihr Weihnachten feiern – 2016. Ich wollte unbedingt nochmal mit ihr in die Bretagne – haben wir gemacht. Jetzt haben wir nochmal Weihnachten gefeiert! Es geht ihr gut, sie ist munter, hungrig, war gerade ein bisschen scheinschwanger – alles wirkt ...

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Ich gehöre zu den mittlerweile zahlreichen Hundetrainerinnen, Hundeverhaltenstherapeutinnen und Hundepsychologinnen, die von sich behaupten, “gewaltfrei” zu arbeiten. Ich schreibe das nicht nur auf meiner Startseite, weil es nett klingt, und Kunden anlocken kann, sondern weil es mir tatsächlich wichtig ist. Ich interessiere mich seit Jahren auch für die sogenannte “Gewaltfreie Kommunikation” (GfK) nach Marshall Rosenberg. Und durch einige Kontakte auch für Gewalt in der Kinder-Erziehung, oder, krasser formuliert: die These, dass Erziehung Gewalt ist, und man ...

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Seit ein paar Jahren (seit den 1990er Jahren, sagt Wikipedia) ist es auch in Deutschland recht üblich, Halloween auf die eine oder andere Art zu feiern. Da für mich und die meisten meiner Kunden Hunde eine Art Familienmitglieder sind, habe ich für mich das Bedürfnis, sie auch in alle Arten von Fest- und Feiertagen irgendwie einzubeziehen. Ich bin mir bewusst, dass das nicht das Bedürfnis von Hunden ist – ich glaube, meine Hunde sind einfach gern ...

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