Natürlich haben die Hundemädchen und ich nicht auf unsere Intelligenzspiele verzichtet, während wir Besuch hatten! Mit mehren Hunden mache ich das so: entweder einer ist dran, alle anderen warten im Sitz oder Platz oder z.B. auf einer Decke oder in einer Box – und werden dabei auch belohnt oder alle haben gleichzeitig etwas zu tun, mit räumlichem Abstand meine zwei lasse ich auch gemeinsam an einem Spielzeug arbeiten. Das Spiel und das darin enthaltene Futter sind dann nicht ...

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Es klingt immer ein bisschen doof, finde ich, aber es gibt tatsächlich eine Übung für Hunde, die für mich der gemeinsame Grundstein für die Bearbeitung ganz vieler unterschiedlicher Verhaltensprobleme ist. Das ist praktischerweise auch noch eine ganz einfache Übung: der Hund soll hingucken (in die Welt, auf den anderen Hund, das Reh, den Auslöser – was auch immer ihn gerade interessiert oder ihm Angst macht oder ihn erzürnt) und dann wieder zu mir gucken. Hingucken. Weggucken. Hingucken. ...

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  Habt ihr euch schonmal überlegt, warum ihr eure Hunde trainiert?  Ich habe ja vor kurzem darüber geschrieben, dass ich Hunden mehr Freiheit wünsche. Trotzdem würde ich meine Hunde als gut trainierte Hunde bezeichnen, und ich trainiere beruflich Hunde. Ist das nicht ein Widerspruch? Nein, ich glaube, unseren Hunden möglichst viel Freiheit zu lassen, und sie gut zu trainieren, geht Hand in Hand. Und ich glaube, dass daraus die Verpflichtung folgt, tierschonend und effizient zu trainieren. Warum also trainiere ich ...

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Heute gibt es ausnahmsweise einen Nur-Foto-Beitrag. Weil die Sonne so schön war, das Licht, die Hunde, das Laub, der Taunus.                            

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  Am Dienstag waren Rike und ich bei einem recht anspruchsvollen Seminar. Sie sollte aus einer Reihe von Blumentöpfen immer den größten anzeigen (“Konzepttraining”). Ich hatte einen prima Trainingsplan geschrieben, und holte sie frohgemut aus dem Auto, in dem sie den Vormittag über gesessen hatte. Sie raste erstmal in die Leine, biß Habca ins Ohr, sprang an mir hoch… Ab in den Seminarraum.  Zehn Leute stehen um uns herum, darunter wirklich gute Trainer, Menschen, die ich schätze, ...

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Hunden ist ihre soziale Beziehung zu Menschen sehr wichtig. Ich glaube, das kann man tatsächlich durch die Bank so sagen.  Im Laufe eines Tages nehmen sie mit vielen kleinen Gesten Kontakt zu ihren Menschen auf, betreiben Stimmungsab- und angleichung, schauen, was die Menschen tun, versuchen sich einzubringen. Ich sehe immer wieder, wie diese Gesten von Zugehörigkeit, von Freundschaft, missverstanden werden: als Dominanz, Kontrolle, “aufmerksamkeitsheischendes Verhalten”.  Wie unter Menschen auch, können manche Gesten verschiedene Bedeutungen haben – je nach ...

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Ich arbeite oft mit HundebesitzerInnen zusammen, die schon mehrere Hundetrainer hatten, und irgendwie nicht wirklich weiterkommen. Als Berufsanfänger dachte ich ehrlich gesagt oft: “die anderen Trainer waren halt alle nicht so gut”. Mittlerweile sehe ich das ein bisschen differenzierter. Ich nehme an, auch ich bin manchmal so ein verschleißter Trainer, und die Kunden, die plötzlich keine Zeit oder kein Geld mehr haben, ziehen weiter zum nächsten.  Ehrlich gesagt habe ich das früher, als Habca jung und ...

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  Ich liebe es, mit meinen Hunden ein ursprünglicheres Leben zu probieren. Die Wälder verlocken mich dazu, oder das Meer, das Zeithaben, das Herumstreifen. Schon als Kind ging es mir so, meine Hunde damals waren unsichtbare Hunde. Wir waren Indianer, die sich an Fremde anschleichen. Wir erfinden Geheimsprachen, die nur wir verstehen. Wir brauchen keine Leinen, keine orthopädisch wertvollen Geschirre, keine Halsbänder, keine Klicker, keine Leckerli.    Ich lese – wieder – von Edgar Sawtelle, der mit seinen ...

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Freiheit für Hunde – wie kann das aussehen? Wollen Hunde überhaupt frei sein? Darüber habe ich im letzten Blogbeitrag nachgedacht: http://www.diehundephilosophin.de/blog/tierpsychologie/einem-hund-die-freiheit-schenken/ Fünf Freiheiten für Tiere sind seit langem die Basis für den internationalen Tierschutz   (vgl. z.B. http://www.companionanimalpsychology.com/2017/01/the-five-domains-model-aims-to-help.html). Das bezieht sich sowohl auf “Nutztiere” wie auf “Haustiere”. Diese fünf Freiheiten sind: Freiheit von Hunger und Durst Freiheit von Unwohlsein (“discomfort”) Freiheit von Schmerz, Verletzung und Krankheit die Freiheit, Normalverhalten zu zeigen  Freiheit von Angst und Stress Als Philosophin fällt mir auf: es sind vier Freiheiten “von” ...

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Dies ist die Fortsetzung von “Wer mehr sieht, muss weniger glauben (Teil 1)“.  Im letzten Beitrag ging es darum, das Video gut zu beschreiben, bevor man es interpretiert. Nun ist die Frage: wie kommt man von der Beschreibung zu einer Interpretation?   Meines Erachtens gibt es da mehrere Wege, so wie wir auch mehrere Wege haben, Verständnis für andere Menschen zu entwickeln. Nur den für zwischenmenschliche Verständigung vielleicht (?) wichtigsten Weg, die Sprache, können wir leider nicht nehmen. ...

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