Ich finde Verhalten super. Ich finde Verhaltensvielfalt super. Verhaltensvielfalt heißt, viele mögliche Antworten auf eine Situation zu kennen.  “Verhalten wird von der Verhaltensbiologie verstanden als eine durch Gene und Lernen beeinflusste Anpassungsleistung eines intakten Organismus an seine Umwelt.” (https://de.wikipedia.org/wiki/Verhalten_(Biologie)) Was ich deshalb sehr beunruhigend finde, ist ein Trend in der Hunde-Erziehung/ im Hunde-Training, den Hund möglichst passiv zu machen. Möglichst leise, nicht störend, unauffällig. Ein bisschen so, wie manche Leute das mit Kindern machen, oder? Von wegen “Kinder soll man sehen und nicht hören”, oder so? Ein ...

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Nachdem ich Euch drei “analoge” Möglichkeiten vorgestellt habe, Euer Mantrailing-Training zu dokumentieren, folgt heute die digitale Variante.  Angefangen habe ich damit, am Hund einen GPS-Tracker zu befestigen. Dann wusste man schonmal, wie weit der Trail war, und hatte eine schöne Karte. Dann hatten immer mehr Leute Handys, die die Strecke aufzeichnen konnten (ja, so alt bin ich!). Wenn man Glück hatte, konnten Versteckperson und Hund oder Hundeführer aufzeichnen, und wenn ich ganz viel Zeit hatte, habe ...

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Was auch immer man trainieren möchte – wenn man Fortschritte machen, etwas erreichen will, und das Training sinnvoll planen, dann kommt man nicht umhin, zu dokumentieren, was man gemacht hat.  “Mantrailing” ist, wenn man es sich genau überlegt, eine ziemlich komplexe Angelegenheit. Es ist eine match-to-sample-Aufgabe in denkbar komplizierter Anordnung. Man kann zahllose Schwierigkeiten einbauen, und oft genug tauchen auch noch Schwierigkeiten auf, die man gar nicht geplant hatte.  Für den ambitionierten Trainer ist Mantrailing (so wie ...

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Habt Ihr schonmal von “American K9 Nosework” gehört? Das ist ein Hunde-Sport, der in Deutschland noch fast unbekannt ist. Vielleicht, so mein Verdacht, weil es eine Reihe anderer marktbeherrschender Nasenarbeits-Sportarten gibt: z.B. ZOS® und SniffleDog. Viele von Euch machen wahrscheinlich mit dem Hund auch ähnliche Such-Spiele, ohne dem ganzen einen Namen zu geben, z.B. nach Teebeuteln suchen, dabei vielleicht Teesorten unterscheiden, oder einfach Leckerli oder das Lieblingsspielzeug suchen.   Diensthunde –  z.B. Sprengstoffsuchhunde, Zollhunde, Drogensuchhunde – fangen auch so ...

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Kürzlich stand ich mit Rike auf einem großen Parkplatz, und sah, wie eine Trainer-Kollegin ihren Kunden verabschiedete. Ich hatte sie schon im Wald am Hund rumrucken sehen. Jetzt ging die Kundin mit Hund auf der anderen Straßenseite an uns vorbei ging. Rike und der Hund starrten sich an. Rike nahm diese deutscher-Schäferhund-auf-Ausstellung-Position ein: die Hinterbeine ganz weit zurück gestellt, das Gewicht aber nach vorne verlagert, alles angespannt, Kopf und Ohren nach vorne, der Mund fest ...

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Ich habe gestern darüber geschrieben, wie wichtig es ist, verschiedene Belohnungsarten aufzubauen. Aber  woher weiß ich denn eigentlich, was für meinen Hund eine Belohnung ist, und was besser als was ist? Natürlich sehe ich, ob ihm etwas Spaß macht – aber als wissenschaftlich fundiert arbeitende Hundetrainerin reicht mir das nicht! Und: kann es nicht auch sein, dass dem Hund z.B. Fressen Spaß macht, und er das Essen trotzdem nicht als Belohnung für das von mir gemeinte Verhalten versteht? Woher weiß ...

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Für die Art, wie ich Hunde trainiere, ist es wichtig, Hunde unterschiedlich belohnen zu können. Es ist ein weit verbreitetes Missverständnis, dass “mit Belohnung arbeiten” hieße, “mit Futter/ Leckerchen arbeiten”. Es geht nicht ums Futter, es geht um das Gefühl im Hund.     Was eine Belohnung ist, entscheidet ganz genau einer: der Hund. Der Mensch kann entscheiden, was davon er benutzt oder nicht benutzt, aber wenn der Hund Streicheln in der Situation doof findet, dann ist Streicheln ...

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Wozu trainieren wir eigentlich unsere Hunde? Zu unserem eigenen Vergnügen, ja: weil es praktisch ist, oder niedlich, oder wir dadurch sportliche Erfolge oder Spaß haben oder einen Nutzen ziehen.   Aber sollte Training nicht in erster Linie dem Tier selbst zugute kommen?   Das ist der Grundgedanke von “cooperative care”: ein Tier so zu trainieren, dass es eine möglichst aktive Rolle in seiner eigenen Pflege und Haltung einnehmen kann. “Medical care” muss also nicht unbedingt “cooperative care” sein, ...

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Mit “Longieren” assoziieren die meisten wohl eher noch Pferde als Hunde. Aber auch lauffreudigen Hunden macht das Im-Kreis-Rennen durchaus Spaß. Es gibt ein paar verschiedene Ansätze, dem Hund seine Aufgabe zu erklären. Viel kann man körpersprachlich machen. Manche erklären das Kreisinnere zur “Tabu”-Zone, aus der sie den Hund mit mehr oder weniger Druck verscheuchen. Am Stressfreiesten ist es, dem Hund “Laufziele” am Kreis anzubieten: das können Bodentargets oder andere Gegenstände sein, die der Hund kennt, oder ...

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Ich habe zwei Anläufe für dieses Buch gebraucht, ich glaube, es ist kein Buch für zwischendurch und nebenher. Mir zumindest fällt es nicht so leicht, diesem essayistischen, etwas verspielten, mäandernden Stil, in dem viele neuere amerikanische Sachbücher geschrieben sind, zu folgen. Mich darauf einzulassen.  Nachdem die Autorin erst von minensuchenden Ratten zu TAG-Teach für autistische Kinder und dann zu ihrem Hund und dem Besuch einer Trainerin springt, um dann wirklich ausführlich auf Leben und ...

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