Dies ist die Fortsetzung von “Wer mehr sieht, muss weniger glauben (Teil 1)“.  Im letzten Beitrag ging es darum, das Video gut zu beschreiben, bevor man es interpretiert. Nun ist die Frage: wie kommt man von der Beschreibung zu einer Interpretation?   Meines Erachtens gibt es da mehrere Wege, so wie wir auch mehrere Wege haben, Verständnis für andere Menschen zu entwickeln. Nur den für zwischenmenschliche Verständigung vielleicht (?) wichtigsten Weg, die Sprache, können wir leider nicht nehmen. ...

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Kennt ihr Pedi Matthies von “Hundenerd“?  Ich beobachte Hundenerd schon länger, die stellen nämlich Hundegeschirre her, die besonders bequem und gesund sein sollen. Klar, dass mich das interessiert! Entsprechend habe ich mich gefreut, und war auch überrascht, dass Pedi Matthies, die Inhaberin von Hundenerd, mir vor kurzem schrieb, dass sie mir den “Liebster Award” verleihen möchte. Sie schreibt: Die Hundephilosophin - Eine unglaublich gut ausgebildete Hundetrainerin, für die komplizierten caniden Angelegenheiten. Ihre Äusserungen sind immer top recherchiert und fundiert. ...

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  Kennt ihr das, wenn man beim Friseur sitzt, und sich die Frisuren der Mitarbeiterinnen anschaut? Oft finde ich die ganz schön experimentell, und denke, “so soll es bei mir aber nicht werden”. Ich habe mal mit einer angehenden Friseurin in einer WG gewohnt, die hatte alle paar Tage einen neuen Schnitt, eine neue Farbe… und weil das Haare nur soundsooft mitmachen, mussten wir alle dran glauben. Sie war total ehrgeizig, und wollte ihre Techniken üben.  Daran ...

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Ich finde Verhalten super. Ich finde Verhaltensvielfalt super. Verhaltensvielfalt heißt, viele mögliche Antworten auf eine Situation zu kennen.  “Verhalten wird von der Verhaltensbiologie verstanden als eine durch Gene und Lernen beeinflusste Anpassungsleistung eines intakten Organismus an seine Umwelt.” (https://de.wikipedia.org/wiki/Verhalten_(Biologie)) Was ich deshalb sehr beunruhigend finde, ist ein Trend in der Hunde-Erziehung/ im Hunde-Training, den Hund möglichst passiv zu machen. Möglichst leise, nicht störend, unauffällig. Ein bisschen so, wie manche Leute das mit Kindern machen, oder? Von wegen “Kinder soll man sehen und nicht hören”, oder so? Ein ...

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Nachdem ich Euch drei “analoge” Möglichkeiten vorgestellt habe, Euer Mantrailing-Training zu dokumentieren, folgt heute die digitale Variante.  Angefangen habe ich damit, am Hund einen GPS-Tracker zu befestigen. Dann wusste man schonmal, wie weit der Trail war, und hatte eine schöne Karte. Dann hatten immer mehr Leute Handys, die die Strecke aufzeichnen konnten (ja, so alt bin ich!). Wenn man Glück hatte, konnten Versteckperson und Hund oder Hundeführer aufzeichnen, und wenn ich ganz viel Zeit hatte, habe ...

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Was auch immer man trainieren möchte – wenn man Fortschritte machen, etwas erreichen will, und das Training sinnvoll planen, dann kommt man nicht umhin, zu dokumentieren, was man gemacht hat.  “Mantrailing” ist, wenn man es sich genau überlegt, eine ziemlich komplexe Angelegenheit. Es ist eine match-to-sample-Aufgabe in denkbar komplizierter Anordnung. Man kann zahllose Schwierigkeiten einbauen, und oft genug tauchen auch noch Schwierigkeiten auf, die man gar nicht geplant hatte.  Für den ambitionierten Trainer ist Mantrailing (so wie ...

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Habt Ihr schonmal von “American K9 Nosework” gehört? Das ist ein Hunde-Sport, der in Deutschland noch fast unbekannt ist. Vielleicht, so mein Verdacht, weil es eine Reihe anderer marktbeherrschender Nasenarbeits-Sportarten gibt: z.B. ZOS® und SniffleDog. Viele von Euch machen wahrscheinlich mit dem Hund auch ähnliche Such-Spiele, ohne dem ganzen einen Namen zu geben, z.B. nach Teebeuteln suchen, dabei vielleicht Teesorten unterscheiden, oder einfach Leckerli oder das Lieblingsspielzeug suchen.   Diensthunde –  z.B. Sprengstoffsuchhunde, Zollhunde, Drogensuchhunde – fangen auch so ...

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Kürzlich stand ich mit Rike auf einem großen Parkplatz, und sah, wie eine Trainer-Kollegin ihren Kunden verabschiedete. Ich hatte sie schon im Wald am Hund rumrucken sehen. Jetzt ging die Kundin mit Hund auf der anderen Straßenseite an uns vorbei ging. Rike und der Hund starrten sich an. Rike nahm diese deutscher-Schäferhund-auf-Ausstellung-Position ein: die Hinterbeine ganz weit zurück gestellt, das Gewicht aber nach vorne verlagert, alles angespannt, Kopf und Ohren nach vorne, der Mund fest ...

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Ich habe gestern darüber geschrieben, wie wichtig es ist, verschiedene Belohnungsarten aufzubauen. Aber  woher weiß ich denn eigentlich, was für meinen Hund eine Belohnung ist, und was besser als was ist? Natürlich sehe ich, ob ihm etwas Spaß macht – aber als wissenschaftlich fundiert arbeitende Hundetrainerin reicht mir das nicht! Und: kann es nicht auch sein, dass dem Hund z.B. Fressen Spaß macht, und er das Essen trotzdem nicht als Belohnung für das von mir gemeinte Verhalten versteht? Woher weiß ...

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Für die Art, wie ich Hunde trainiere, ist es wichtig, Hunde unterschiedlich belohnen zu können. Es ist ein weit verbreitetes Missverständnis, dass “mit Belohnung arbeiten” hieße, “mit Futter/ Leckerchen arbeiten”. Es geht nicht ums Futter, es geht um das Gefühl im Hund.     Was eine Belohnung ist, entscheidet ganz genau einer: der Hund. Der Mensch kann entscheiden, was davon er benutzt oder nicht benutzt, aber wenn der Hund Streicheln in der Situation doof findet, dann ist Streicheln ...

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