Apportieren 

Apportieren ist viel mehr als stupides Bällchenwerfen (das Trainerinnen wie ich wegen der zu hohen Erregungslage eh nicht gern sehen): Im Rahmen dieser “gespielten Jagd” lernt der Hund Abwarten, Bringen, Richtungsanweisungen folgen, mehrere Pfeifsignale, Impulskontrolle und Grundgehorsam – und das alles in fröhlicher Zusammenarbeit mit seinem Menschen. 

Wie immer bei der Hundephilosophin geht es uns nicht um Turnierteilnahme und Leistungsdrill, sondern um die Freude am sinnvollen gemeinsamen Tun.

Apportieren (lat.: herbeitragen) kann der Hund prinzipiell alles, was er ins Maul nehmen kann. Im sportlichen Bereich nimmt dazu oft “Dummies”, also Ersatzbeute. Im Dummytraining lernt der Hund mehrere Pfeifsignale, es wird viel Bei-Fuß-Gehen und Abwarten geübt, und der Hund wird mit Richtungsanweisungen und Handzeichen geschickt.

Futter-Dummies sind mit Futter gefüllt, das der Hund als Belohnung erhält. Im Trickbereich kann der Hund z.B. eine Packung Taschentücher bringen, wenn der Mensch niest, oder eine Rose. Auch im Therapie- und Servicehundebereich holt der Hund z.B. einem Rollstuhl-Fahrer den Schlüssel, das Portemonnaie, das Telefon oder die Medikamente. Habca hat uns früher immer die DVDs aus der Videothek nach Hause getragen – dabei kam sie sich natürlich sehr nützlich und wichtig vor, was auch einem Hund gut tut.

Obwohl jeder Hund apportieren lernen kann, macht es besonders Spaß mit Hunden, bei denen man beobachtet, dass sie von sich aus gern Sachen tragen.   

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meine Literatur- und Zubehörempfehlungen zu Dummytraining und Apportieren