Philosophische Beratung

Für Hundehalter

In meiner Arbeit als Hundetrainerin stoße ich mit meinen Klienten oft auf philosophische Fragen:

  • was ist ein gutes Leben – für mich, und für meinen Hund?
  • was braucht ein Hund, was kann für einen Hund „artgerecht“ sein?
  • haben Menschen und Tiere gleiche oder unterschiedliche Rechte?
  • was denkt mein Hund? was fühlt er? wie ist es wohl, (m)ein Hund zu sein?
  • hat mein Hund eine Vorstellung davon, was ich bin? Hat er eine „Theory of mind“?
  • wenn ich mich in meinen Hund „einfühle“, vermenschliche ich ihn dann?
  • wieviel Rücksicht muss ich auf Nachbarn, Fahrradfahrer, andere Hundehalter nehmen, und wie weit kann ich eigene Freiheit mit meinem Hund ausleben? wie wichtig ist mir, was andere über mich und meine Hundehaltung denken?
  • wieviel Freiheit wünscht sich mein Hund, wie viel kann oder muss ich ihm bieten? Wie stehe ich zu Grenzen, Bevormundung eines anderen Lebewesens, zu Verantwortung und Erziehung?
  • wie entscheide ich, welchen Umgang mit meinem Hund ich pflegen möchte: Verlasse ich mich auf Autoritäten? Glaube ich Fernsehsendungen? Muss ich selbst zum Experten werden? Darf ich meiner Intuition trauen? Handle ich so, wie ich es von Eltern oder Großeltern, Nachbarn, Freunden kenne?
  • ist Haustierhaltung/ Hundehaltung überhaupt ethisch vertretbar?
  • wie entscheide ich am Ende des Lebens meines Hundes? Wir haben bei Tieren andere Möglichkeiten zur Sterbehilfe, als bei Menschen, was uns andere Entscheidungen abverlangt.

All das sind Beispiele für philosophische Fragen.

Ich habe nicht die Antworten auf diese Fragen. Aber ich kann mit Ihnen diskutieren:

  • welche Antworten und Argumente in den letzten >2.000 Jahren auf diese Fragen schon diskutiert wurden
  • ob Positionen logisch haltbar sind, oder Widersprüche enthalten
  • ob Ihre Schlüsse aus Ihren Annahmen wirklich folgen, und welche Annahmen Ihnen vielleicht verborgen geblieben sind

Außerdem kann ich Sie unterstützen bei

  • der Beschaffung von Informationen zur Mensch-Hund-Beziehung und deren Geschichte
  • der Beurteilung der Qualität von Informationen und der Einhaltung wissenschaftlicher Standards
  • und beim Einüben von analytischem und kritischem Denken.

Ich freue mich auf Sie und Ihre Gedanken.

Philosophische Beratung kann

  • persönlich, z.B. bei mir oder bei Ihnen zuhause, auf einem Spaziergang, in einem Café
  • online, z.B. per Skype
  • in Briefen oder Mails

stattfinden.

Philosophische Spaziergänge mit Hund

„Gedanken sind wie Hunde und kleine Kinder: Sie wollen, dass man mit ihnen spazieren geht“, schreibt Christian Morgenstern – und genau das tun wir.

Die Philosophischen Spaziergänge bestehen aus kurzen Inputs von mir (Fragen, Thesen, Infos), Diskussionsübungen untereinander, und kleinen Übungen oder Experimenten mit den Hunden.

Teilnehmende Hunde können nach eigenem Ermessen mit und ohne Leine laufen, müssen aber in der Lage sein, andere teilnehmende Hunde und Menschen sowie Gegebenheiten vor Ort, beispielsweise Wild, gut zu ertragen.

Lesen Sie zum Beispiel über den Philosophischen Spaziergang zur Frage „Haben Hunde eine Moral?“: