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Der Freilerner-Nachmittag findet sonntags ab 15h im März 2017 statt.

 
Beim Freilerner-Nachmittag haben Sie die Möglichkeit, in einer geschützten Umgebung mit Ihrem Hund neues Verhalten auszuprobieren, etwas zu trainieren, zu spielen, meine Geräte zu benutzen und mit dosierbarer Ablenkung zu arbeiten. Sie können mit Ihrem Hund eine interessante Umgebung erkunden. Sie können andere Hunde treffen, oder trotz anderer Hunde einfach entspannt in der Sonne liegen, Hindernisse für den Hunde-Trimm-Dich-Pfad bauen oder die Forsythien schneiden.
 

Wenn ich mich mit alternativen Formen des Lernens beschäftige, dann denke ich: Das müsste doch auch für Hundebesitzer möglich sein!

- nicht von Lehrern/ Hundetrainern bevormundet, abgewertet, indoktriniert zu werden
- Respekt vor anderen Menschen (jeder Altersstufe), und genauso vor nichtmenschlichen Tieren zu haben
- einander achtsam begleiten und als in-Prozessen-befindlich verstehen, jenseits von Perfektionismus
- Rücksicht aufeinander nehmen: Hundehalter aufeinander, Nichthundehalter auf Hundehalter, Hundehalter auf Menschen, die Hunde nicht mögen, Angst vor ihnen haben und sich durch Hinterlassenschaften, Bellen, Anspringen gestört fühlen… sogar Hundehalter auf Fahrradfahrer und umgekehrt!  
- miteinander reden: freundlich, klar, lösungsorientiert, ohne persönliche Vorwürfe: “Das und das stört mich”, “könntest du bitte”, “danke, dass du…”
 
Das heißt, mit “Freilernern” meine ich hier in erster Linie die Hundebesitzer. Die selbstbestimmt lernen, wie man mit Hunden leben kann, und ihr Verhalten beeinflussen. Es stehen ihnen dafür sehr viele Tools zur Verfügung, und sie müssen sich nicht von Hundeschullehrern gängeln lassen – können aber frei entscheiden, solche als Experten heranzuziehen!

Wollen wir es ausprobieren?

In zweiter Linie meine ich auch das Verhältnis von Mensch und Hund. Hunde sind so viel mehr als Erziehungs-Objekte! 

Würde nicht genau diese Heransgehensweise auch unseren Hunden gut tun? 

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Was meinst du mit “Freilerner”?

Freilerner sind, ganz kurz gesagt, Menschen, die glauben, dass die Schule vielleicht nicht der beste Platz zum Lernen und Wachsen ist.
 
Ich habe es mit meinen Hunden so erlebt, dass wir am besten trainieren konnten, wenn ich eine gute Gelegenheit und einen guten Plan hatte, mich sonst aber frei gefühlt habe. Vielleicht ist eine Hunde-Schule gar nicht der beste Ort, um mit einem Hund zusammenzuwachsen? Meine kleine Hündin Rike war nie in einer Hundeschule – ein paar Gedanken dazu habe ich hier im Blog aufgeschrieben. 
Links zum Frei Lernen:
https://geborgen-wachsen.de/2015/06/25/freilernen-und-homeschooling-ueber-die-unterschiede-des-lernens-ohne-schule/
http://www.freilern-blog.de/der-anfaenger-guide-zum-freilernen-unschoolen-von-leo-babauta-von-zenhabits/
 

 Für wen ist der Freilerner-Nachmittag geeignet?

- Einzelstundenkunden, die nach selbständigen, aber abgesicherten Übungsmöglichkeiten suchen
- Teams, die Schwierigkeiten mit einem bestimmten Agility-Gerät haben, und das mal ganz in Ruhe alleine ausprobieren wollen
- Hunde, die aus irgendeinem Grund draußen nicht abgeleint werden können, und ohne Leine laufen dürfen sollen
- Hunde, die sich an die Gesellschaft anderer Hunde erst gewöhnen müssen
- Menschen, die mit ihrem Hund etwas trainieren möchten, wozu sie Zubehör brauchen, aber keinen Kurs machen können oder möchten. Z.B. Agility, Longieren, Scent Hurdle Racing…
- und auch alle anderen, “ganz normalen” Menschen und Hunde, die Lust auf dieses Experiment haben!

 

Kann ich mit meinem aggressiven/ lauten/ schwierigen/ … Hund kommen?

Die Veranstaltung soll allen Freude machen. Frage dich bitte ehrlich: meinst du, dass es dir Freude macht, teilzunehmen, wenn dein Hund sein Problemverhalten zeigt? Hast du einen Plan, was du dann tun möchtest? Meinst du, deinem Hund tut es gut, mitzumachen? Gibt es die Möglichkeit, dass es ihm Freude macht?
 
Tendenziell nicht geeignet scheint mir der Freilerner-Nachmittag für:  
- artgenossenaggressive Hunde, denen schnell zu eng ist, und die nicht schon weit im Training fortgeschritten sind
- Menschen die ihre Hunde sich selbst überlassen wollen
- Hunde, die viel Angst vor anderen Hunden haben, und noch wenig Coping-Mechanismen
- Menschen mit vielen Hundeproblemen, die mich einfach mal kennen lernen wollen/ denen Einzeltraining zu teuer ist/ die Trainingspartner ohne Rücksicht auf deren Wohlbefinden suchen  

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Wie läuft es ab? Was meinst du mit “Open Space”?

“Open Space”  (ähnlich: BarCamp) ist eine Methode, um Gruppen ohne Hierarchie miteinander arbeiten zu lassen. Zunächst besprechen alle, wer was machen möchte – ggf. auch wo und mit wem. Evtl. übernimmt einer die Verantwortung für ein Thema. Während der Veranstaltung kann man die Gruppe wechseln und umhergehen. Bei uns kommt hinzu: man kann auch allein arbeiten/ sein.  

Weitere Prinzipien von Open Space sind:

  • Wer auch immer kommt, es sind die richtigen Leute
  • Was auch immer geschieht, es ist das Einzige, was geschehen konnte
  • Es beginnt, wenn die Zeit reif ist
  • Vorbei ist vorbei – Nicht vorbei ist Nicht-vorbei

Eigentlich ist Open Space für Großgruppen gedacht – daher ist nicht alles auf unser kleines Experiment übertragbar. Die Prinzipien sind es.

Links zu Open Space:

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Wann und wo?

Der Freilerner-Nachmittag findet in meinem Garten in Frankfurt-Seckbach statt. Adresse und Wegbeschreibung erhalten Sie nach Anmeldung. Der Garten ist ca 3.000qm groß und eingezäunt.

Ich möchte das Freilerner-Experiment im März 2017 ausprobieren, und zwar sonntagsnachmittags. Wenn es klappt, findet es wieder oder weiter statt.

Der erste Termin ist Sonntag der 12.3. ab 15h. Bitte schreiben Sie mir eine kurze Mail, wenn Sie kommen möchten.

 

Was kostet es?

Ich bitte alle Teilnehmer um einen angemessenen Energieausgleich. Außer Geld eignet sich gut: Gartenarbeit, handwerkliche Arbeit, z.B. Bau oder Ausbesserung von Agilitygeräten, andere Dienstleistungen. Wer Geld gibt, bestimmt selbst, wie viel ihm diese Veranstaltung (und ihr Fortbestehen) wert sind. 



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Bist du dabei? Dann schreib mir an post@diehundephilosophin.de