Die Hundephilosophin

Mantrailing

Mantrailing

Mantrailing ist das Verfolgen der Spur eines vermissten Menschen durch ein Hund-Mensch-Team. Der Hund arbeitet angeleint, und zeigt seinem Menschen, wo die Spur verläuft. Mantrailing ist körperlich wie geistig anstrengend für die Hunde und daher optimal als Auslastung geeignet – und es macht Riesenspaß! Im individuellen Tempo werden erarbeitet: Startritual und Basistrail, Lesen des eigenen Hundes, Trails mit mehr oder weniger Ecken und Kurven, verschiedene Böden und Untergründe, längere und kürzere Trails, Negativanzeige, frische und ältere Trails, Wiederauffinden eines verlorenen Trails, Geruchspool, Splitting, Line-up. Zusätzlich Theorie und Videokontrolle. Das Training wird innerhalb der Gruppen an den Stand jedes einzelnen Teams individuell angepasst. Teilnehmende Hunde müssen sozialverträglich sein oder im Auto warten können.

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Mantrailing-Übungsgruppen

Nach Ihrer Einführungsveranstaltung –  oder, nach Absprache, wenn Sie woanders das Trailen erlernt haben –  können Sie in eine Übungsgruppe einsteigen. Sie kaufen hierzu eine Zehnerkarte, die jedes Mal abgestempelt wird, und entscheiden sich für einen festen Termin, zu dem wir Sie dann wöchentlich erwarten, wenn Sie nicht absagen (bitte sagen Sie mindestens 24h vor einem Termin ab, ich muss ihn sonst in Rechnung stellen). Wir trainieren jede Woche an einem anderen Ort, damit die Hunde verschiedene Gegebenheiten kennenlernen. Die Treffpunkte der Gruppen lege ich jeweils für einen Kalendermonat fest, und verschicke Sie per Email.

Die Gruppen bestehen aus drei bis fünf Suchteams. Es sucht immer ein Team, einer versteckt sich, die anderen warten und versuchen zu beobachten, denn auch daraus kann man viel lernen. Der Hundeführer weiß bei mir (fast) nie, wo die Versteckperson ist, denn Sie könnten nicht vermeiden, Ihrem Hund unbewusst zu helfen.

In den meisten Gruppen nehmen wir alle Hunde mit und gehen einen großen Kreis. Es ist aber auch möglich, den Hund im Auto warten zu lassen, und nur herauszuholen, wenn er dran ist.

In Frankfurt am Main, Hanau, Taunus leitet seit Januar 2018 Eva die Gruppen. Sie finden Samstags um 13h und 14h statt. Zu Evas Gruppen

In und um Freiburg trainieren wir ab März 2018 samstags um 17h. Zu den Freiburger Gruppen

 

In und um Freiburg und in und um Frankfurt veranstalte ich außerdem

Mantrailing-Events

– 1 oder 2 Tage Mantrailing satt zu einem bestimmten Thema.

Einführung ins Mantrailing

In einer Gruppen-Einführungsveranstaltung oder in 1-3 Einzelstunden lernen Sie die theoretischen und praktischen Grundlagen, die Sie befähigen, an einer Übungsgruppe teilzunehmen. Wir besprechen dabei: Unterschiede Mantrailer/ andere Such- und Rettungshunde; die richtige Ausrüstung für den Hund, Handhabung der Leine, der Geruchsartikel, das Start-Ritual, was ist überhaupt Individualgeruch?, Motivation und Belohnung; die Verbindung von Versteckperson und Geruchsartikel, Geruchsausbreitung, Windrichtung, Luftbewegung, Thermik, Aufgaben der Versteckperson, Markieren eines Trails ja oder Nein, Anzeigeverhalten.

Einführungsveranstaltungen finden in Frankfurt am Main/ Taunus und in Freiburg/ Markgräfler Land statt. Termine bitte individuell vereinbaren.

Verschiedene Ansätze im Mantrailing

Im Bereich des Trailens scheint es noch mehr als eh schon in der Hundewelt ganz wichtig zu sein, sich gegenseitig doof zu finden. Es gibt eine Reihe verschiedener „Schulen“. Streitpunkte sind vor allem: Darf der Hund so suchen, wie er will, oder wird ihm sehr vorgegeben, wie er suchen soll? Wie aufgeregt/ erregt/ „triebig“ soll ein Hund suchen? Wie erklärt man dem Anfängerhund, was er tun soll – und wie baut man eventuelle Hilfen wieder ab? Und zuletzt: Worum geht es? Ums Finden, ums Suchen, um Spaß für den Hund, Spaß für den Menschen? Oder leichtes Geld verdienen für den Trainer?

Ganz grob kann man einteilen: Kocher (die „Kocher-Methode“) legt Wert auf hohe Motivation, schnelles Tempo, lässt demHund ansonsten viel Freiheit. Gabriella Trautmann zerlegt das „Puzzle“ Mantrailing in kleinere Teile, die man auch einzeln üben kann, und achtet sehr darauf, wie der Hund sucht. Alexandra Grunow kommt aus dem Rettungshundebereich und hat den Konzern „K9“ aufgebaut, der deutschlandweit Mantrailing-Unterricht anbietet und Standards einführt. Armin Schweda legt Wert auf die „Arbeitseinstellung“ des Hundes. Viviane Theby, der Scheuerhof und z.B. Fritz Gruber (https://www.wimeti.at/) betonen, dass der Hund „suchen“ soll, es gibt z.B. gar nicht immer eine Versteckperson am Ende eines Trails. Sie trainieren ein genaues Verhalten, wie sie das bei jedem anderen Training auch tun würden – nicht eine Motivation. Trainer dieser Richtung nennen das, was sie tun, eher „Individualspürhunde“ oder „ID-Tracking“, um sich vom Durchschnitts-Mantrailing abzugrenzen.

Was es meines Erachtens wenig gibt, ist eine konstruktive Auseiandersetzung miteinander. Und es ist ein Unterschied, ob ich einen möglichst guten Hund ausbilden will, der Leben retten soll – oder ob ich einem Familienhund und seinem Besitzer ein schönes Hobby eröffne. Aber auch letzteres kann man gut oder eben nicht so gut machen…

Als Familienhundbesitzer, der trailt, empfehle ich, sich folgendes ehrlich selbst zu beantworten:

  • geht es mir in erster Linie um Spaß für mich, um Spaß für meinen Hund, oder darum, gut Trailen zu lernen?
  • hat mein Hund „verstanden“, dass es einen Zusammenhang zwischen Geruchsartikel, Spur und Versteckperson gibt? Kann ich das tatsächlich und ehrlich aus seinem Verhalten schließen? Findet er z.B. fremde Personen, kann er die richtige Person aus mehreren Personen identifizieren, und kann er Spuren differenzieren? (alles jeweils dem Ausbildungsstand entsprechend)
  • wie stark orientiere ich mich an bewussten und unbewussten Signalen meines Trainers/ Begleiters (z.B. Trainer wird langsamer oder bleibt stehen, wenn Trailer falsch abbiegt), und wie stark orientiert sich mein Hund beim Trailen an mir und weiteren Begleitern wie dem Trainer? Wie reagiert der Hund, wenn ich zögere, wenn ich denke, dass er falsch ist? Kann ich (dem Ausbildungsstand entsprechende) Trails auch ganz allein bewältigen?

Bücher, die ich zur Vertiefung des eigenen Trainings empfehlenswert finde:

 

Video-Eindrücke von unseren Trailing-Stunden und vom Trailen mit meinen eigenen Hunden

Und Pettrailing?

Mehrere tausend Hunde entlaufen jedes Jahr in Deutschland. Das sind mehrere tausend verzweifelte Tierhalter, durchwachte Nächte und angstvolle Suchen. Auch ich habe meine Habca einmal suchen müssen und weiß wie furchtbar das ist. Beim Pettrailing bringen wir unseren Hunden bei, einen bestimmten Hund zu suchen. Der Hund arbeitet ähnlich wie beim Mantrailing. Eine Beschreibung von Pettrailing die ich anläßlich einer Suche nach der Hündin Chola bei Facebook gepostet habe finden Sie hier.

Ich habe Habca und Rike auch als Pettrailerin ausgebildet. In Frankfurt hat viele Jahre meine Kundin Jutta mit ihrer Hündin Lisa mit uns  entlaufene Hunde gesucht. Lesen Sie hier Berichte unserer Einsätze:

Wenn auch Sie mit Ihrem Hund lernen wollen, entlaufene Tiere zu suchen, so können Sie das in den Freiburger Mantrailinggruppen lernen und üben.

Ihr Hund ist entlaufen?

  • Was jetzt zu tun und wer zu benachrichtigen ist lesen Sie hier bei find-mich-fix.de.
  • Viele hilfreiche Links zur Tiersuche sind gesammelt bei nasenarbeit.de.
  • Informationen zum Verhalten entlaufener Hunde z.B. beim Pettrailing-Experten Frank Weisskirchen hier.
  • Einen Pet-Trailer können Sie über K9 hier suchen. Hier gibt es auch eine Notfall-Hotline.
  • Unterstützung bieten auch die „Tierretter“ an, hier auch Informationen zu Tiersicherung. Denn ein Pettrailer kann Ihren Hund nicht fangen/ sicherstellen!