Die Hundephilosophin

So können wir miteinander arbeiten

Verhaltensveränderung für Hunde – und ihre Menschen

Ich arbeite mit Hunden und ihren Menschen immer erstmal allein, damit ich ihnen optimal gerecht werden kann.

Es gibt zwei Anlässe, zu mir zu kommen:

1. Weil Sie ein Problem mit Ihrem Hund haben, oder er mit Ihnen, oder Sie miteinander.

2. Weil Sie lernen wollen, effizient, positiv und tierfreundlich zu trainieren, oder Ihr Hund etwas Bestimmtes lernen soll

 

1. Hunde-Probleme, Problemhunde, „schwierige“ Hunde

Viele Hunde zeigen Problemverhalten: ihr Verhalten wird zum Problem für sie selbst und/ oder ihre Umwelt. Das kann normales, arttypisches Verhalten sein wie zum Beispiel Jagen; oder verändertes, dysfunktionales Verhalten, wie zum Beispiel übermäßige Aggression oder Ängstlichkeit. Es kann auch sein, dass der Hund nicht gelernt hat, bzw. noch nicht verstanden hat, wie er sich denn verhalten soll, zum Beispiel nicht an der Leine zu ziehen, und dass sich hieraus weitere Probleme entwickeln.

Wenn Ihr Hund und Sie ein Problem miteinander haben, freue ich mich, Sie zu beraten. Hunde, die durch Ihr Verhalten ein Problem für Ihren Besitzer oder auch seine Umgebung darstellen, leiden häufig unter einer nicht gelingenden Kommunikation zwischen Hund und Mensch. Ich helfe Ihnen, mit Ihrem Hund in ein lösungsorientiertes „Gespräch“ darüber einzusteigen, wie Sie beide sich das gemeinsame Leben vorstellen.

Es bringt Sie dauerhaft nicht weiter, das unerwünschte Verhalten Ihres Hundes bloß zu unterdrücken. Ein Hund verhält sich zum Beispiel aggressiv/ „pöbelnd“/ laut oder „zickig“, weil er ein Problem hat und weil er nicht weiß, wie er mit diesem Problem besser umgehen könnte – nicht weil er ungehorsam ist oder eben einfach böse/ aggressiv etc.  Jemanden zu bestrafen, weil er ein Problem hat, macht keinen Sinn. Im Gegenteil: Die Wut und Aggression des Menschen verstärkt wiederum die Aggression des Hundes. Gerade hier sind Unterdrückungsmaßnahmen und veraltete dominanzbasierte Erziehungsvorstellungen fehl am Platz! Mir geht es darum, an der Grundlage des Problems zu arbeiten, und gleichzeitig dem Hund Strategien zu zeigen, wie er mit seinem Problem anders umgehen kann. Zum Beispiel kann man (als Hund) Abstand suchen, seinen Menschen um Hilfe bitten, Beschwichtigungssignale zeigen etc. Das unerwünschte Verhalten wird dadurch überflüssig.

Ich arbeite ganzheitlich, wissenschaftlich fundiert, kreativ und effizient mit Ihnen und Ihrem Hund.

Mit Problemen wie Angst, Aggression, unerwünschtem Jagdverhalten, „Ungehorsam“, Leineziehen, Zerstören, Aufdringlichkeit und Reaktivität sind Sie bei mir gut aufgehoben.

Ich arbeite mit Behaviour Adjustement Training (BAT) nach Grisha Stewart, mit Social Walks, Entspannungstraining, Gegenkonditionierung und Desensibilisierung, Training mit Alternativerhalten, SAVE-Training nach Viviane Theby  – und mit Herz und Intuition – je nachdem, was Sie und Ihr Hund brauchen. Meine Qualifikationen können Sie der Seite Über mich entnehmen.

Lesen Sie auch:

Wenn

hundephilosophin1705

 

2. Richtig gut trainieren

Ich liebe richtig gut gemachtes Hundetraining. Leider sieht man das viel zu selten. Unter Training verstehe ich, durch geplantes Arbeiten mit positiver Verstärkung, unter Ausnutzung verschiedener Trainingssysteme und Techniken, eine spezifische Verhaltensweise soweit zu perfektionieren, wie man sie braucht oder haben möchte, und, wenn gewünscht, durch ein Signal abrufbar zu machen.

Es ist vollkommen unnötig, dabei am Hund rumzuschieben und zu drücken, laut zu werden, unzufrieden zu werden. Es ist sogar eine relativ emotionslose Sache (soweit Menschen das können, und, zugegeben: es macht Spaß. Aber die Emotionen spielen für das Training keine große Rolle.) Es hat auch nicht furchtbar viel mit Beziehung zu tun. Dafür mit Timing, Geschicklichkeit, Geschwindigkeit, Planen und Dokumentieren, Achtsamkeit, Beobachtungsgabe, Konzentration…

Ja, das ist Clickertraining. Aber wie viele fortgeschrittenere Trainer mache ich es meistens ohne Clicker. Nein, das ist kein Widerspruch.

Wenn Sie mögen, zeige ich Ihnen gerne, wie Training funktioniert. Sie werden erstaunt sein, wie schnell Ihr Hund lernt.

Lesen Sie auch:

hundephilosophin1710-13

Trainiere den Hund

hundephilosophin1704-1

Wie ist der Ablauf?

Wir lernen uns in einem Gespräch und ggf. einem kurzen Spaziergang kennen, um herauszufinden, was in Ihrem Mensch-Hund-Team die Schwierigkeiten sind, und untersuchen Faktoren im Leben, die das Problemverhalten Ihres Hundes begünstigen („Funktionale Verhaltensanalyse“ nennt man das). Ihr Trainingsplan wird dann individuell auf Sie und Ihren Hund, Ihre Lebensumstände, Ziele und vorhandenen Fähigkeiten abgestimmt.

Als nächstes erlernen Sie alles, was Sie brauchen, um mit Ihrem Hund an seinem Problem zu arbeiten (Ihr Werkzeugkoffer). Das kann zum Beispiel sein: gutes Timing, das richtige Leinenhandling, Notfallmaßnahmen wenn etwas nicht klappt, richtiges Belohnen.

Im Training erhalten Sie zu jeder Stunde Hausaufgaben. Mehr und mehr erfahren Sie, wie Sie die erlernten Techniken auf Ihrem alltäglichen Spaziergang einsetzen.

In der Regel treffe ich meine Klienten wöchentlich oder vierzehntägig, manchmal macht es Sinn, engmaschiger zu trainieren (schauen Sie dann auch mal unter Intensivtraining), manchmal begleite ich auch in größeren Abständen. Eine Betreuung zwischen den Terminen per Telefon, WhatsApp, Skype und Mail ist möglich.

 

Wo können Sie mit mir trainieren?

Ich wohne seit Februar 2018 in Auggen im Markgräfler Land – mein Einzugsgebiet hier ist ungefähr zwischen Freiburg und Basel. Wenn Sie hier wohnen, trainieren wir am Besten bei Ihnen zuhause, oder da, wo ihr Problem auftritt – in Ihrem gewohnten Spaziergangsgebiet zum Beispiel.

Etwas südlich von Freiburg haben wir die Möglichkeit, auf einer eingezäunten Wiese miteinander zu trainieren.

Wenn Sie nicht hier wohnen, überlegen Sie doch mal, ob Sie einen Urlaub im Südbadischen mit intensivem Hundetraining verbinden wollen! Mehr dazu unter Intensiv-Trainings-Tage.

Einzelberatung ist zu vielen Themen/ Sachverhalten auch gut online möglich. Dazu verwende ich in der Regel Skype. Sie schicken mir Videos, die wir gemeinsam analysieren, wir können das Verhalten Ihres Hundes auch direkt gemeinsam anschauen, und Sie erhalten Beobachtungsaufgaben und Trainingsaufgaben.

Online-Beratung lässt sich auch gut mit Intensiv-Training hier vor Ort kombinieren.

 

Einzel- oder Gruppentraining? [Neu 2020!]

Ich biete Ihnen nicht mehr Einzel- und Gruppentraining zur Auswahl an. Stattdessen ist der Ablauf immer wie oben beschrieben: Wir lernen uns in einem ersten Termin kennen – ich plane ein Training, das wirklich individuell auf Sie und Ihren Hund und Ihrer beider Bedürfnisse und unser aller Terminkalender zugeschnitten ist. Das kann heißen, dass wir lange oder auch ganz im 1:1-Format bleiben, das kann heißen, dass ich Ihnen Trainingspartner*innen bestelle, das kann heißen, dass ich mit Ihnen und einem passenden Team mehrmals gemeinsam trainiere oder dass wir eine zeitlich begrenzte Gruppe bilden.

Ich stelle Tandems und Gruppen so zusammen, dass ich glaube, dass die Hunde voneinander und miteinander lernen können, dass es für die Menschen passt, und dass es thematisch passt. Die traditionelle Aufteilung in Einzeltraining und Gruppentraining mache ich also nicht mehr, Sie können sich nicht mehr direkt zu Gruppentraining anmelden.

In Tandems und Gruppen können alle Teams an derselben Aufgabenstellung arbeiten, es kann aber auch z.B. sein, dass einer Dummyübungen arbeitet, während der andere übt, einem sich bewegenden, vielleicht sogar aufgeregten Hund zuzuschauen.

Damit Sie sich das besser vorstellen können, hier ein paar Beispiele aus meiner aktuellen Arbeit:

Beispiel 1: Sinnvolles Spielen mit Artgenossen

Viele Hundebesitzerinnen wünschen sich „Spielstunden“, und viele Hundetrainerinnen haben  Bedenken gegenüber den Lerneffekten, die solche Spielstunden auf Hunde haben (können). Was auf den ersten Blick aussieht wie ein großer Spaß, ist nämlich manchmal:

– Mobbing eines unterlegenen Hundes, Jagen eines Hundes, Ärgern
– Einüben von viel zu aufgeregtem Spiel, das schneller kippt, in dem gehemmtes Beissen weniger gut funktioniert und das damit mehr Gefahren mit sich bringt
– Erlernen der Verknüpfung „Artgenosse = Frauchen ist abgemeldet“
– Erlernen der Verknüpfung „Artgenosse = Stress, Aufregung, Anspannung“

Trotzdem ist Sozialkontakt und Spiel ja wünschenswert für unsere Hunde.

Im Tandem oder kleinen, über einige Termine stabilen Gruppen lernen Sie und Ihr Hund:
– dass Hund-Hund-Spiel und Hund-Mensch-Spiel beides Spaß macht, und man dazwischen wechseln kann
– dass hund mit seinem Menschen Spaß haben kann, auch wenn andere Hunde anwesend sind
– dass man in Anwesenheit anderer Hunde (und Menschen) auch entspannen kann
– wie man anderen Hunden mit und ohne Leine entspannt begegnen kann
– was Spiel ist, wie man es erkennt, wie man es fördert oder unterbricht
– dass guter Sozialkontakt nicht immer Spiel sein muss
– was der Unterschied zwischen Beobachten (von Hundeverhalten) und Interpretieren ist: Vor dem Trainieren, dem Ändernwollen, dem Interpretieren, kommt das Beobachten und Sehen lernen.
– wie man gute Sozial- und/ oder Spielpartner für seinen Hund identifiziert
– den eigenen Hund und andere Hunde einzuschätzen: Wie interagiert mein Hund eigentlich mit anderen? Ist er freundlich, besorgt, ungeschickt? 
Wir wechseln zwischen moderiertem Spiel Hund-Hund, Spiel Hund-Mensch, Entspannungsübungen, Bodenarbeit, Beobachtungsübungen. Ich biete keine offenen Spielstunden an, weil (fast alle) erwachsenen Hunde lieber mit Hunden spielen, die sie kennen. Die Hunde sollen sich und uns  kennen lernen können.

 

Beispiel 2: Grunderziehung zu zweit

Die Grunderziehungskurse, die ich 2019 angeboten habe, haben für manche Interessenten zeitlich oder örtlich nicht gepasst. Dann habe ich die Inhalte zum Beispiel mit einem Zweierteam montagsnachmittags im Vauban erarbeitet.

Hier geht es um eine solide Basis für das Zusammenleben mit Ihrem Hund. Die Teilnehmerinnen lernen, sich miteinander zu verständigen, die Beziehung zu stärken, erwünschtes Verhalten Ihres Hundes zu fördern und unerwünschtes Verhalten zu vermeiden, Grenzen zu setzen und die Aufmerksamkeit Ihres Hundes zu bekommen.

Sie finden heraus, wie Sie beide gemeinsam durch die Welt gehen wollen, mit und ohne Leine, und wie Sie dabei Radfahrer, Jogger, Artgenossen und Menschen ruhig passieren. Für Ihren entspannten gemeinsamen Alltag lernt Ihr Hund bestimmte Positionen (Sitz, Platz) einzunehmen und halten zu können, und auch bei Ablenkung schnell & freudig zu Ihnen zu kommen wenn Sie ihn rufen.

Es ist dabei auch möglich, Viviane Thebys Idee der „Hundeschule 4.0“ einzusetzen, das heißt, ich bringe Ihrem Hund ein Verhalten bei (Sie sind natürlich dabei) und übergebe ihn anschließend wieder an Sie. Ihr Job ist es dann, das Verhalten für das restliche Hundeleben zu erhalten. Hintergrundidee ist, dass vielleicht nicht jede*r Hundebesitzer*in ein*e Hundetrainer*in sein muss.

Am Anfang oder Ende solcher Stunden ist immer Raum für Ihre aktuellen Fragen.

Dieses Format eignet sich insbesondere für Welpen und Ersthundbesitzer*innen.

Themen können zum Beispiel sein:

  1. auf die Decke gehen (und da bleiben)
  2. an lockerer Leine gehen bzw. neben dem Menschen hergehen mit und ohne Leine
  3. Lass es (Essen/ andere Gegenstände nicht nehmen)
  4. Sitz (und bleib Sitzen)
  5. Platz (und bleib Liegen)
  6. Endlich ohne Leine – oder? Freilauf und Rückruf
  7. Ablenkung ins Training einbauen
  8. Spielen, Beschäftigung, Sport: was und wie viel ist gut für meinen Hund?
  9. Umgang mit unerwünschtem Verhalten: ein Grundrezept
  10. Targets als Trainingshilfe
  11. innerartliches Spiel- und Sozialverhalten einschätzen und begleiten
  12. Blickkontakt, Aufmerksamkeit, Konzentration
  13. Gefühle bearbeiten: Desensibilisierung und Gegenkonditionierung
  14. Verhalten erzeugen: Locken und (freies) Formen
  15. Entspannungsübungen
  16. Sudden Environmental Changes & Co.:  mit Überraschungen umgehen lernen